26.06.2014

Das Projekt "rauchfrei" ist gelungen ...


Genau drei Monate ist es her, dass ich den Blog-Beitrag „Rauchfrei in drei Schritten“ verfasst habe. Und heute kann ich euch schreiben: Ich rauche null Zigaretten am Tag! Ja, ich habe es geschafft, damit aufzuhören. Zur Erinnerung noch einmal die drei Schritte: 

  1. Du fasst den Entschluss, wirklich aufhören zu wollen.
  2. Du schreibst dir auf, warum du aufhören willst, also deine Motivation. Am besten in einem Brief an dich selbst. Immer, wenn du das Gefühl hast, du bräuchtest jetzt eine Zigarette, liest du dir diesen Brief durch.
  3. Mit der Sucht verdrängst du etwas, was du in deinem Leben nicht zulassen kannst oder willst. Frage dich, was du dir verbietest! Zum Beispiel Zeit für dich zu nehmen. Dann lass es ganz bewusst in dein Leben.

Bei Schritt 1 war ich ziemlich schnell erfolglos. Mein Wunsch aufzuhören war riesig, meine Bereitschaft hingegen nur stecknadelkopfgroß. So kommt man mit Schritt 1 nicht sehr weit, habe ich gemerkt.

Ich habe mir leider auch nicht aufgeschrieben, warum ich aufhören wollte. Das war von vornherein klar: Es tut mir nicht gut. Es ist teuer. Es ist ungesund. Schritt 2 habe ich also auch ganz einfach übergangen. Stattdessen gab ich jedes Mal dem Gefühl nach, wenn irgendwas in meinem Körper rief: „Jetzt eine Zigarette, das wäre gut!“ Vermutlich funktioniert ohne Schritt 1 auch Schritt 2 nicht.

Bei Schritt 3 wird’s nun interessanter: die Verdrängung. Ich habe zwar noch nicht herausgefunden, was genau ich verdrängt haben soll. Aber ich habe erkannt, warum ich mit dem Rauchen begonnen habe. Das hat in mir den Entschluss reifen lassen, dass ich künftig genau hinschaue, wenn ich wieder an einen solchen Punkt geraten sollte. Dass ich mich dann der Sache stellen will, anstatt mich an einem Glimmstengel festzuhalten.

Und siehe da: Plötzlich verschwand das Rauchen aus meinem Tagesablauf! Als Sprungbrett nutzte ich ein Wochenende in einer raucherunfreundlichen Umgebung. Zwei Tage rauchte ich nicht. Als ich dann wieder zu Hause war, entschied ich, es weiterhin sein zu lassen. Es klappte prima! Bisher hatte ich keinen Rückfall – und das, obwohl es durchaus schon den einen oder anderen auslösenden Punkt gegeben hätte. Es macht mir auch nichts aus, neben Menschen zu stehen, die rauchen. Ich nehme es meist nicht mal mehr richtig wahr. Es ist, als hätten die Zigaretten nie zu mir gehört.

Einen Trick habe ich allerdings noch angewendet. Damit folgte ich eher einem Gefühl als einem Ratschlag: Ich ließ mein letztes, leeres Päckchen dort liegen, wo üblicherweise meine Zigaretten lagen. Daneben ein Feuerzeug. Das hatte etwas von: „Ich kann ja jederzeit wieder weitermachen!“ Denn das typische Verhalten in den Wochen davor war:

  1. Dieses Päckchen rauche ich noch leer, dann ist Schluss!
  2. Oh nein, ich habe keine Zigaretten mehr! Ich muss unbedingt für den Notfall ein Päckchen kaufen! Man weiß ja nie, was kommt!
  3. Na, wenn ich jetzt schon ein Päckchen gekauft habe, dann kann ich es auch rauchen!

Diese Abfolge setzte sich in einer Endlosschleife fort. Deshalb mein leeres Päckchen in der Übergangsphase. Es suggerierte mir stets: „Ich bin nicht im Mangel! Es ist alles da!“ Gestern warf ich es weg.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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