08.04.2015

Das Wetter können wir nicht ändern - die Vorhersagen schon ...


Über die Osterfeiertage zierte ein kräftiger Sonnenbrand meine Ohrläppchen. Diese hatte ich nämlich vergessen einzucremen. Dafür musste ich nicht weit in den Süden fliegen, nein. Ich war in den Dolomiten. Während man in Deutschland dem Sturm trotzte und sich fragte, ob es die Sonne überhaupt noch gibt, ließ ich mir von derselben das Gesicht bräunen.

Dabei waren die Aussichten auf gutes Wetter alles andere als rosig. Meine Mitreisenden riefen mich zwei Tage vor der Abfahrt an und teilten mir die Wettervorhersage mit: Schnee, kaum Sonne, Sturm und Temperaturen weit unter Null. Sofort sank meine Urlaubsenergie ebenfalls unter den Nullpunkt. Ski fahren im Schnee-Sturm? So hatte ich mir das im April wirklich nicht vorgestellt!

„Wir hatten bisher immer ein Top-Wetter in den Dolomiten“, klagte ich. „Und diesmal soll das anders sein?“ Ich wollte schon gar nicht mehr wegfahren. Sollte meine Nachbarin also Recht behalten? Sie hatte mich ganz ungläubig gefragt: „Wie, jetzt fährst du in die Kälte, wenn hier das schöne Wetter kommt?“ Da hatte sie die Rechnung wohl ohne Sturm „Niklas“ gemacht!

In den Nachrichten verfolgten wir, was dieser in Deutschland, Österreich und der Schweiz anrichtete. Doch auf unserer Seite der Alpen hatten wir davon kaum Wind bekommen – entgegen aller Wettervorhersagen.

Ich redete mit meiner Pensionswirtin über das unglaubliche Wetter-Glück, das wir hatten. Seit ich in Ski-Urlaub fahre – und das sind einige Jahrzehnte – habe ich richtig schlechtes Wetter nur anderswo erlebt. Dort niemals (und wenn kann ich mich nicht daran erinnern, weil es nicht ins Gewicht fällt).

Für meine Pensionswirtin ist dieses Wetter-Glück allerdings nicht ganz unproblematisch: Denn die gängigen Vorhersagedienste im Internet ziehen Wetterdaten heran, die aus einer ganz anderen Region stammen. „Diesen Sommer war es ganz schlimm!“, klagte sie. „Google, Yahoo und auch wetter.com sagten mieses Wetter voraus – und wir hier hatten lauter Absagen! Die Leute wollten nicht mehr zu uns kommen. Dabei hatten wir bestes Wetter!“ Die Daten kämen von einer Wetterstation, die überhaupt nicht repräsentativ sei für ihre Gegend. Folglich sei die Vorhersage oft schlichtweg falsch – und die Pensions- und Gastwirte vor Ort hätten das Nachsehen.

Ihr Tipp lautet daher: „Schaut euch vorm Urlaub die Wetterdaten von Diensten vor Ort an! Nur die sind verlässlich!“ Doch ich muss gestehen: Selbst die waren nicht so optimistisch wie der blaue Himmel, den wir tatsächlich hatten ...!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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