22.08.2011

Day Shift Manager gesucht!


Vor kurzem landete diese Meldung bei mir und erhielt sofort meine Zustimmung: Ob "Account Manager", "Front Desk Manager" oder "Head of Irgendetwas" - deutsche Personalchefs ziehen immer häufiger die englische Sprache vor. Doch die Mehrheit der Stellenanzeigen mit englischen Bezeichnungen verunsichert Arbeitssuchende. Obwohl laut einer Allensbach-Studie von 2010 circa 61% aller erwachsenen Deutschen Englisch nur schlecht oder gar nicht verstehen, werden immer mehr Stellenanzeigen mit englischen Berufs- und Stellenbezeichnungen formuliert.

Diese Meldung kam vom Karriereportal TalentFrogs.de, das für meine Begriffe einen richtig guten Ansatz verfolgt: TalentFrogs stellt Persönlichkeitsmerkmale und Talente in den Mittelpunkt der Stellen- und Personalsuche. Es ist die erste Jobbörse für Quereinsteiger und Branchenwechsler, die nach neuseeländischem Vorbild entstanden ist. Es macht Freude, sich dort durchzuklicken!

Um nicht vom Thema abzukommen: Als ich beruflich zum ersten Mal mit der Bezeichnung CEO (Chief Executive Officer) zu tun hatte, dachte ich nur: Was soll das denn jetzt? Warum muss eine in Deutschland ansässige Firma dieses Kürzel verwenden? Wofür steht das überhaupt? Wenn ich mich interessehalber einmal durch Stellenanzeigen blättere, fällt auch mir auf, dass ich gar keinen Durchblick mehr habe – und ich spreche Englisch!

TalentFrogs.de fand bei einer Untersuchung von 865 Stellenanzeigen heraus, dass gerade Positionen im unteren Gehaltsbereich oder vornehmlich auf Provisionsbasis am häufigsten (34%) mit englischen Wörtern ausgeschrieben waren. Bei der Suche nach einem Vorstand kann man davon ausgehen, dass die Sprache der Stellenbezeichnung kaum relevant ist, kommentiert das Portal. Allerdings drängt sich die Vermutung auf, dass viele weniger attraktive Stellen mit möglichst wichtig klingenden englischen Vokabeln aufgewertet werden sollen. Das glaube ich gerne!

Eine Trendstudie der Endmark GmbH hat ergeben, dass viele Deutsche den Inhalt dieser Stellenbezeichnungen gar nicht verstehen. Hier gibt’s ein sehr unterhaltsames Video einer Straßenbefragung. 

Ich spare mir weitere Kommentare ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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