29.09.2011

Den Kostenfressern ins Gesicht schauen - Woche 22


Kleinvieh macht auch Mist. Diesen Spruch kennen wir nur allzu gut – besonders die Menschen, die zum Beispiel die guten alten 1- und 2-Pfennig-Münzen in großen Flaschen oder Gläsern gesammelt haben. So wie ich. Meine kiloschwere Sammlung habe ich leider nie selbst zur Bank gebracht, sondern verschenkt. Und ich habe nie erfahren, wie viel Mist ich in meinen Teenager-Jahren angesammelt habe. Schade.

Doch mir geht es heute weniger um das Kleinvieh, dessen Mist wir bewusst auf die Seite legen. Mir geht es um den Mist, den wir sprichwörtlich zum Fenster rausschmeißen. Die 10 Cent für den Plastik-Beutel im Supermarkt, um bei einem altbekannten Ding zu bleiben. Aufs Jahr umgerechnet kann so ein kleines Sümmchen zustande kommen (bei drei Beuteln in der Woche sind das schon mehr als 15,- Euro im Jahr). Oder die Fernsehzeitung, die ich eh nie lese und nur zweimal in der Woche für einen Blick ins Programm zur Hand nehme.

So gibt es etliche kleine Kostenfresser, die einen großen Haufen Mist produzieren. Viele davon haben sich prima mit unserem Leben arrangiert und fallen uns gar nicht mehr auf. Deshalb sollten wir ihnen bewusst ins Gesicht schauen und sie kritisch hinterfragen. Ich hatte mal einen Finanzberater zu Besuch, der sagte: „Die Hälfte deiner Konten kannst du dir sparen!“ Da war das Kreditkartenkonto, das ich nur in Anspruch genommen hatte, weil ich vor Jahren mal in Urlaub war und eine Kreditkarte wollte. Seither zahlte ich Jahr für Jahr brav die hohen Kosten für Konto und Karte, nutzte sie aber nie. Ich wollte nicht erst ein Viertel Jahr später wissen, was ich ausgegeben habe. Also kündigte ich das Konto. Ähnlich erging es mir mit einem Aktiendepot: Vor Jahren kaufte ich ein paar vielversprechende Aktien ein, die dann leider nicht mehr groß Reden von sich machten. „Die Depotkosten übersteigen alles“, sagte mir der Finanzberater. „Verkauf die Aktien, davon hast du mehr.“

Auf den Monat umgerechnet kommen durch solche gestrichenen Kostenfresser einige Euro zusammen, die ich viel besser für meine anderen Budgets gebrauchen kann. Toll wäre es natürlich, wenn ich die Kosten bewusst auf die Seite legen und nicht einfach im großen Budgetopf verschwinden lassen würde. Das, muss ich zugeben, habe ich allerdings auch noch nicht geschafft.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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