15.02.2013

Der freie Desktop macht sich richtig gut, sage ich ...


Früher hatte ich einen aufgeräumten Desktop – und war mächtig stolze darauf. Dann begann ich, Bilder und PDFs dort zwischenzuspeichern: Ideen für neue Beiträge, Bilder, die ich aufheben will und die gerade nirgends hinpassen, Texte, die ich für lesenswert halte und die nirgends eine Heimat zu haben scheinen, Screenshots. Wenn ich Glück habe, kann ich aus Kategorie I (Ideen für neue Beiträge) immer wieder eine Datei löschen. Doch der Rest hält sich beharrlich auf meinem virtuellen Schreibtisch. Schade eigentlich. Dabei ist es doch so befreiend, nichts auf dem Desktop zu haben!

Ich habe mir schon oft überlegt, das zu ändern. Dazu müsste ich aber die Struktur unterhalb des Schreibtisches neu überdenken. Und dazu scheint mir die Zeit und Muße zu fehlen ...

Dass ich mich heute über meinen Desktop auslasse, hat einen Grund: Ein simplify-Facebook-Fan, Christof Herrmann, machte uns auf seinen Blog „Einfach bewusst“ aufmerksam. Dort verfasste er einen Beitrag „Mein minimalistischer Desktop“. Ich muss sagen, dieser Desktop hat mich sofort überzeugt. Rein theoretisch könnte meiner sofort so aufgeräumt aussehen. Auf meinem Mac nutze ich ohnehin die Dock-Leiste, über die alle Programme verfügbar sind. Sie lässt sich sogar ausblenden. Lediglich das Festplattensymbol würde übrigbleiben, wenn ich alle auf dem Deskop befindlichen Dateien an ihren Platz verschieben würde. Wenn ..., ja wenn das Wörtchen wenn nicht wär’ ...

  • Da ist die Angst, Dateien nicht mehr wiederfinden zu können ... Paradoxerweise existiert diese Angst für Dateien, die ich eh nie anschaue, von denen ich aber glaubte, sie eines Tages gebrauchen zu können.
  • Da ist die Sorge, dass die ganzen Bilddaten irgendwann mein Speichervolumen voll ausschöpfen könnten. Deshalb will ich sie extern speichern, wozu ich allerdings nie komme.
  • Da ist die Bequemlichkeit, wenn ich Dateien eben mal schnell abspeichern will: einfach den Schreibtisch anwählen und rauf damit! Ich muss mich nicht erst durch 5 Untermenüs klicken, um den richtigen Ort zu erreichen.

Es ist wie im echten Leben: Der Schlendrian macht sich auch hier breit, wenn er erst einmal den Fuß in der Tür hat! Doch zum Glück gibt es manchmal Impulse von außen – wie eben dieser Blog-Beitrag. Deshalb werde ich gleich nach dem Einstellen dieses Beitrages meinen Desktop aufräumen. Sofort!

Nachklapp: 15 Minuten hat’s gedauert, zurück blieben 3 Datei-Icons, zwei davon habe ich im täglichen Zugriff, eine Datei ist nur während des Umzugs aktiv. Ein Bild, das ich im Sommer schoss und das irgendwie nirgends in einen Ordner passte, habe ich gleich zum neuen Schreibtischhintergrund erkoren. Schon bin ich zufrieden! Danke an meinen Namensvetter!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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