12.10.2012

Der Traum von der schnellen Million


Vor wenigen Wochen schaute ich aus Versehen das RTL-Quiz „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch. Ich war bei Verwandten zu Besuch, als gerade die Sendung lief. Spannend war’s, wie ich feststellen musste. Bei den ersten Fragen im „Niedrigpreisgeldsegment“ wäre ich tatsächlich schon ins Straucheln geraten, weil die Fragesteller die Kandidaten bewusst aufs Glatteis führen wollen.

Eine Kandidatin ging an dem Abend mit 32.000 Euro nach Hause. Das entsprach genau dem, was sie erreichen wollte. „Mir hätte das auch gereicht“, dachte ich so bei mir. Einige Tage später telefonierte ich mit einem Freund. Er fragte mich: „Und, was machen deine Pläne in Bezug auf ein Eigenheim?“ „Die habe ich erst einmal auf Eis gelegt“, antwortete ich. „Kein Geld.“ „Dann geh’ doch mal zu Günther Jauch“, entgegnete er mir prompt. „Die Wahrscheinlichkeit, dort eine Million zu gewinnen, ist höher als beim Lottospielen!“ „Stimmt, hast Recht“, sagte ich. „Wegen mir muss es auch gar nicht die volle Million sein.“

Dann bemerkte ich leise, dass ich die Sendung eigentlich nie anschaue. Dass ich dafür erst einmal ganz schön viel pauken müsste. „Und weißt du was?“, erzählte ich. „Ich war schon mal in so einem Casting mit dabei! Das ist schon zig Jahre her, damals für Jeopardy!“ Ein Freund hatte mich einfach mit angemeldet. Über das Casting hinaus habe ich es jedoch nicht geschafft ...

Also bin ich heute weit entfernt davon, überhaupt auch nur die erste Gewinnstufe bei Jauch zu erklimmen! Aber ich lerne daraus: Als eine Freundin mir erzählte, sie müsse noch den Schein fürs Mittwochslotto ausfüllen, sagte ich zu ihr: „Mach bei ‚Wer wird Millionär?’ mit, da hast du bessere Chancen!“ Und auf die Bemerkung einer Kollegin: „Ich will endlich im Lotto gewinnen, damit ich nicht mehr arbeiten muss“, gab es von mir ebenso prompt ein: „Geh’ doch zum Jauch in die Sendung!“

„Oh, da würde ich leider an der Einstiegsfrage scheitern“, konterte sie. Stimmt, ich auch. In 1-3 Sekunden irgendwelche Begriffe in die richtige Reihenfolge zu bringen und auch noch einzutippen, erscheint mir ziemlich aussichtslos. Doch Übung macht bekanntlich den Meister. Und da es von der beliebten Quizsendung inzwischen die verschiedensten Spiele gibt, sollte auch das einfach zu lösen sein. Auf der RTL-Website gibt es sogar ein "WWM-Trainingslager".

So mache ich nun fleißig Werbung für die Sendung. Wer’s probieren will, kann sich anhand dieser Zahlen bei stern.de gerne ausrechnen, wie wahrscheinlich welcher Gewinn bei WWM ist: Leer aus gingen Stand 999. Sendung nur 21 von insgesamt 2.051 Kandidaten. Das heißt: Von 100 Kandidaten brachten rund 98 tatsächlich Geld mit nach Hause – mal mehr, mal weniger. Der durchschnittliche Gewinn beträgt rund 36.000 Euro. Na, bitte, mehr wollte ich doch gar nicht! Wo geht’s hier zur Bewerbung ...!?

... (5 Minuten später) ...

Was? Die kostet 1 Euro? Na, das überlege ich mir noch mal ... Vielleicht sollte ich auch eine Homepage ins Leben rufen, etwas Tolles versprechen und jedem dafür 1 Euro abverlangen. Damit könnte ich schnell über mein Ziel von 32.000 hinausschießen! Ich glaube, die Sache will gut durchdacht sein ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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