12.10.2015

Das überraschende Moment der Dankbarkeit


Heute Morgen wählte ich beim Spaziergang mit dem Hund eine andere Route als sonst. Welch ein Glück! Denn dadurch hatte ich ein sehr schönes Erlebnis. Vor mir lief ein Reh entlang eines Kanals. Es suchte offensichtlich einen Weg auf die andere Seite, denn immer wieder scherte es nach unten zum Wasser hin aus. Dann ging es wieder hoch. Es war sich wohl nicht sicher genug. Dann flogen zwei Fischreiher heran. Das Reh erschreckte sich und sprang entsetzt zur Seite.

Dann setzte es seinen Weg fort, um plötzlich an der „richtigen“ Stelle mit einem lauten Platsch ins Wasser einzutauchen. Es schwamm doch tatsächlich bei den Temperaturen durch den Kanal! Wenige Sekunden später sprang es aus dem Gebüsch an der gegenüberliegenden Uferseite – und rannte über die Felder davon.

Dafür, dass ich dies ungestört beobachten konnte, bin ich heute dankbar.

Vielleicht habt ihr etwas Tolleres erwartet, als ich eingangs sagte, ich hätte ein schönes Erlebnis gehabt. Und ich sage euch: Es war eins. Einfach schön.

Seit wenigen Tagen führe ich ein Dankbarkeitstagebuch. Am Donnerstag vergangener Woche habe ich damit begonnen. Ich hatte einer Geschäftsfrau im Nachbarort meine Glückswerkzeuge vorgestellt – und sie behielt völlig motiviert direkt eine Auswahl an Tagebüchern, Postkarten und Lesezeichen im Laden.

Am Abend entschloss ich mich, endlich selbst mein Tagebuch „Wofür bin ich heute dankbar?“ mit Inhalt zu füllen. Im Sommer fragte mich Patrick Loos vom simplify-Team, ob ich denn meine Tagebücher auch selbst führe. Ich druckste etwas herum. Es sei nie der richtige Zeitpunkt, um zu beginnen. Nun kann ich geradeheraus antworten, wenn mal wieder jemand diese Frage an mich richtet: "Ja! Zurzeit führe ich ein Dankbarkeitstagebuch!"

Übrigens habe ich durch meine Einträge einige Erfahrungen gemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte:

  • Entgegen meiner Erwartung konnte ich am ersten Tag direkt eine DIN A5-Seite vollschreiben. Am dritten Tag wollte eine Seite nicht reichen, ich bremste mich sogar ein (was ich eigentlich nicht hätte tun müssen).
  • Es tat gut, sich an die Momente zu erinnern, für die ich an diesem Tag dankbar war. Dann bekommen nämlich solche Erlebnisse, wie das mit dem Reh oder ein einfacher Sonnenaufgang, plötzlich eine ganz andere Bedeutung!
  • Es machte mich glücklich, diese Momente auf Papier festhalten zu können! Manchmal lächelte ich beim Schreiben in mich hinein, weil der Moment (mit meiner Tochter) so schön war. Nun habe ich die Gewissheit, ihn jederzeit wieder erleben zu können. Das war für mich persönlich die größte Überraschung.

Ich glaube, dass das Schreiben per Hand durch keinen Tastatur-Eintrag oder simplen Gedanken „Dafür bin ich jetzt mal dankbar“ zu ersetzen ist!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!