05.07.2012

Die Liebe hat 5 Sprachen - Woche 1: Muttersprache, Fremdsprache und der Liebestank


Wilfried habe ich bereits vorgestellt. Er ist um die 60 Jahre alt und Single. Als ich ihn in einem Seminar kennenlernte, lag ihm gerade sehr viel daran, wieder eine Partnerin zu finden. Einen Menschen, dem er vertrauen kann. Viele Monate später telefonierten wir miteinander. Und er sagte: „Mir ist es gar nicht mehr so wichtig, eine Frau an meiner Seite zu haben. Ich komme im Moment gut alleine zurecht.“

Dann erzählte er mir etwas von „Liebestanks“, die aufgefüllt werden müssen. Und von den „5 Sprachen der Liebe“. Er habe dazu ein Buch gelesen und sei überzeugt, dass er – wenn – eine Partnerin braucht, die seine Sprache der Liebe spricht. So kam ich darauf, über die 5 Sprachen der Liebe eine Blog-Serie zu machen. Denn schon früher hatte ich von Gary Chapman und seinen Büchern gehört. Laut Buchdeckel gibt es weltweit mehr als 4 Mio. verkaufte Exemplare von „Die fünf Sprachen der Liebe. Wie Kommunikation in der Ehe gelingt“. Mal sehen, was dahintersteckt!

Zunächst einmal will ich auf das Grundverständnis von Chapman eingehen. Er hat in seiner langjährigen Praxis als Eheberater herausgefunden, dass es verschiedene Sprachen der Liebe gibt, 5 an der Zahl, mit zahlreichen Unterdialekten. Als Sprache bezeichnet er die Art und Weise, wie Menschen anderen ihre Liebe mitteilen. Nun hat jeder seine eigene Muttersprache, die möglicherweise bzw. sehr häufig nicht identisch ist mit der seines Partners oder seiner Partnerin. Der eine redet chinesisch, der andere deutsch – so kann das nichts werden! Weil sich beide einfach nicht verstehen oder verständigen können.

Unsere Aufgabe in einer Beziehung ist es, die Sprache des anderen wie eine Fremdsprache zu erlernen. Nur dann, so Chapman, ist eine lang andauernde liebevolle Partnerschaft möglich. Das klingt einleuchtend und ist vor allem simplify erklärt: Es ist sofort nachvollziehbar, dass man sich mit einer fremden Sprache nur Unverständnis einfängt. Und nur wenn es eine gemeinsame sprachliche Basis gibt, lassen sich Herausforderungen, Pläne und Entwicklungen auch gemeinsam meistern. Ich kenne zwar die 5 Sprachen noch nicht, aber bis hierhin bin ich neugierig!

Vorher gibt es im Buch jedoch noch einen Exkurs zu den „Liebestanks“, die Wilfried schon erwähnt hatte. Auch das ist ein Bild, das eine Sache sehr simplify vermittelt: Liebe und Zuneigung zu erhalten, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Schon für Kinder ist es das wichtigste Bedürfnis. Nun hat jedes Kind im Innern einen Tank, der mit Liebe gefüllt werden muss. Ist dieser leer, wird das Kind vermutlich ein auffälliges Verhalten an den Tag legen. Ist er gefüllt, kann es reifen und sich zu einem verantwortungsbewussten Menschen entwickeln. Chapman hat dieses Bild bzw. den Ausdruck von dem Psychiater Dr. Ross Campbell übernommen.

Ob die Tanks unserer Kinder leer bleiben oder voll werden, hängt auch wieder davon ab, ob wir ihre Sprache der Liebe sprechen. Manchmal glauben wir, sie müssten wissen, dass wir sie lieben. Aber unsere Kinder verstehen uns nicht. Nun ist es mit den Erwachsenen wie mit den Kindern: Auch sie haben ein Bedürfnis nach Liebe, das gestillt werden muss. Und auch sie scheinen einen Liebestank im Innern zu haben. Ob der leer ist, wenn es bei einem Paar kriselt? Die Folgen sind natürlich gravierender als mit leerem Benzintank mit dem Auto liegenzubleiben ... Was würde es für die Beziehung bedeuten, wenn die Tankanzeige wieder auf „voll“ stehen würde? Dem ist Chapman auf den Grund gegangen. Zum Ende des Liebestank-Kapitels spricht er eine Warnung aus: Radikale Verhaltensänderungen seien zu erwarten, wenn die Liebestanks gefüllt und sprachliche Barrieren beseitigt seien. Na, dann! Ich freue mich über entsprechende Berichte!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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