02.08.2012

Die Liebe hat 5 Sprachen - Woche 5: Geschenke


Der Akt des Schenkens ist so alt wie die Menschheit – und das über alle Kulturen hinweg. Wir drücken mit unseren Geschenken Zuneigung und Liebe aus. Wir verbinden uns gedanklich mit dem Beschenkten, wenn wir dabei sind, ein Geschenk für ihn auszuwählen. Und dieses „Ich-habe-an-dich-gedacht“ visualisiert das Geschenk als Symbol. Dabei ist es unerheblich, ob es teuer war oder vom Boden aufgelesen wurde.

Als Mutter bekomme ich ständig geschnitzte Hölzchen, Tannenzapfen, schöne Steinchen, abgefallene Blüten oder gemalte Bilder geschenkt – anderen Eltern wird es ebenso ergehen. Will heißen: Das Schenken ist schon früh ein Zeichen unserer Liebe, eine Ausdrucksmöglichkeit. Daraus können wir schließen, dass das Schenken prinzipiell für alle von uns eine wichtige Bedeutung hat.

Wie können Geschenke dann eine eigenständige Sprache der Liebe sein, die alleine einen Liebstank zu füllen vermag? Nun, ein Geschenk als Symbol von Zuneigung ist den Menschen nicht gleich wichtig. Gary Chapman nennt in „Die 5 Sprachen der Liebe“ als Beispiel dafür die Eheringe: Manche Menschen tragen sie nicht sichtbar, weil Geschenke für sie nicht diese tiefe Bedeutung haben wie vielleicht die Zweisamkeit oder das Lob. Sie zeigen sich relativ unbeeindruckt von einem Präsent oder mäkeln daran herum.

Wer Geschenke hingegen als seine Sprache identifiziert, wird von ihnen stets innerlich tief berührt werden und auch selbst gerne Geschenke machen. Für alle diejenigen, deren Muttersprache nicht das Schenken ist, hat Chapman eine gute Nachricht: „Es ist die am leichtesten zu erlernende Liebessprache.“ Einfach aufschreiben, über welche Geschenke sich der Partner oder die Partnerin bisher ganz besonders gefreut hat. Dann ähnliche Geschenke aussuchen und übergeben. Schon füllt sich der Liebestank!

Ein Dialekt des Schenkens ist übrigens das Geschenk der eigenen Person, wie es Chapman nennt. Also dem anderen seine persönliche Zeit und Gegenwart zur Verfügung zu stellen, anwesend zu sein, wenn man gebraucht wird. Menschen, deren Muttersprache das ist, ermutigt er, es auszusprechen: „Ich möchte, dass du bei mir bleibst!“

Für jene von euch, die gerne Beispiele lesen, wie es Menschen dabei ergangen ist, die Muttersprache des anderen zu erkennen, und wie sie damit ihre Beziehung retteten, empfehle ich die vollständige Lektüre des kleinen, 155-seitigen Büchleins!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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