09.08.2012

Die Liebe hat 5 Sprachen – Woche 6: Hilfsbereitschaft


So spannend ich die „5 Sprachen der Liebe“ nach Gary Chapman auch finde, es fällt mir schwer, den Durchblick zu behalten. Denn irgendwie brauchen wir ja alle das eine oder andere, um unsere Liebestanks aufzufüllen. Ob es wirklich eine Sprache alleine richtet? Sicher gibt es einen Schwerpunkt. Doch es hängt alles so eng zusammen. Nehmen wir das Beispiel Zweisamkeit. Das bedeutet, Zeit nur mit dem anderen zu verbringen. Wenn der eine dem anderen seine Zeit hingegen schenkt, ist die Liebessprache „Geschenke“. Und wenn der eine etwas organisiert, um mit dem anderen etwas zu unternehmen, steckt dahinter womöglich die Sprache der Hilfsbereitschaft!?

Es ist also irgendwie doch nicht ganz so einfach mit den Liebessprachen. Wie wir herausfinden können, welche Sprache die unsere ist, behandelt Chapman ebenfalls in einem Kapitel. Ich werde darauf in Woche 8 eingehen, weil ich erst einmal alle Sprachen erwähnt haben will. Heute bin ich bei der Sprache der Taten angelangt, der Hilfsbereitschaft. In Chapmans Beispielen, die im Buch vorkommen, nennt er dafür z. B. Taten wie:

Essen kochen, Wäsche bügeln, einkaufen, den Haushalt in Schuss halten, die Kinder versorgen, die Haare aus dem Waschbecken fischen, das Auto waschen, den Rasen mähen, den Grünschnitt im Garten übernehmen, die Wohnung renovieren, mit dem Vierbeiner Gassi gehen, bei der Hausarbeit helfen usw.

Wer anderen gerne etwas Gutes tut und ihnen gefällig ist, spricht vermutlich diese Muttersprache. So füllt sich umgekehrt zum Beispiel der Liebestank einer Frau auf, wenn sich ihr Mann aus Liebe zu ihr für sie einsetzt, ihr vielleicht im Haushalt zur Hand geht oder auch einmal die Windeln wechselt.

Gerade bei dieser Sprache kann es im Laufe einer Beziehung zu Schwierigkeiten kommen, weil viele Männer und Frauen noch ein klares Rollenbild im Kopf haben. So kann es etwa passieren, dass ein Mann in der Phase der Verliebtheit seine Liebste unterstützt, wo es nur geht. Es ist ihre Muttersprache und sie fühlt sich sehr geliebt. Nach der Hochzeit verfällt er dann in das alte Rollenmuster, das er von zu Hause aus kennt: Die Frau kümmert sich um Haus und Kinder, er um den Lebensunterhalt. Seine Dienstleistungen stellt er ein. Und die Liebestanks seiner Frau leeren sich.

Das einzige, was in solchen Fällen hilft: Bitten äußern, keine Forderungen stellen oder gar Drohungen aussprechen! Und hoffen, dass der andere freiwillig bereit ist, etwas für die gemeinsame Liebe zu tun. Das ist überhaupt ein sehr wichtiger Punkt, den Chapman auch in einem eigenen Kapitel behandelt: Während die Phase der Verliebtheit einfach so über uns hereinbricht, ist die spätere Liebe eine freie Willensentscheidung.  Wir erlernen und sprechen die Muttersprache des anderen bewusst aus freien Stücken, um ihn oder sie zu lieben. Dabei geht es nicht darum, uns „zu verkaufen“ oder manipulieren zu lassen. Nein, wir geben dem anderen die Zweisamkeit, Geschenke oder was auch immer er braucht, um sich geliebt zu fühlen, weil wir es wollen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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