16.08.2012

Die Liebe hat 5 Sprachen - Woche 7: Zärtlichkeit


Natürlich sind Zärtlichkeit und Körperkontakt eine Sprache der Liebe! Ist doch klar! Schließlich leben wir alle in den ersten Monaten unseres Lebens davon, dass uns jemand berührt! Und wenn wir erst einmal verliebt sind ...!

Auch hier gilt wie bei den meisten anderen Sprachen davor: Es gibt Menschen, für die ist die Zärtlichkeit die Muttersprache der Liebe. Sie verkümmern innerlich, wenn der Partner die Sprache nicht sprechen kann oder mag. Liebestank leer, Stimmung im Keller. Da helfen auch die besten Ausgleichsmaßnahmen nicht: exzellent kochen, zuverlässig bügeln, gemeinsame Unternehmungen oder teure Geschenke.

Die Zärtlichkeit hat übrigens viele Dialekte, es muss nicht gleich die körperliche Vereinigung sein: eine leichte Berührung, eine Umarmung, ein Kuss, eine Massage ... Irgendwo in seinem Buch über „Die 5 Sprachen der Liebe“ erwähnt Gary Chapman, dass sich manche Menschen besonders schwer tun, die Sprache der Zärtlichkeit zu erlernen. Das trifft besonders auf Menschen zu, die in ihrer Herkunftsfamilie selbst nie oder kaum Zärtlichkeiten erfahren haben. Sie wissen einfach nicht, wie sie aktiv zärtlich werden können.

Laut Chapman ist das ganz einfach, weil man dabei sehr kreativ werden könne. Außerdem fülle man mit der richtigen Berührung den Liebestank des anderen auf. Wichtig sei bei alldem nur, das zu geben, was der Partner brauche und nicht das, was man selbst am liebsten mag oder sich vorstellen könne. Es gehe wirklich darum, sich auf den Partner einzustellen und seinen Dialekt herauszufinden. Denn an der falschen Stelle berührt, kann er sich womöglich ungeliebt fühlen.

Wer jetzt meint „Mein Mann will immerzu Sex“ oder „Ich habe so ein starkes Verlangen nach körperlicher Liebe“, der vermutet dahinter vielleicht genau diese Sprache. Das muss aber nicht sein, räumt Chapman ein. Denn „beim Mann ist der Sexualtrieb körperlich bedingt“, anders als bei der Frau. Deshalb kann es hier leicht zu Verwechslungen kommen. Es ist gut möglich, dass ein Mann, der regelmäßig Verkehr haben will, trotzdem eine andere Muttersprache der Liebe spricht!

Chapman nennt einige zentrale Fragen, mit deren Hilfe wir herausfinden können, welches unsere Sprache (oder die des Partners) ist:

  • Wodurch wird mir am deutlichsten bewusst, dass mein Partner mich liebt?
  • Wonach sehne ich mich am meisten?
  • Was kränkt mich ganz besonders am Verhalten meines Partners? (das Gegenteil wäre dann die persönliche Liebessprache)
  • Worum bitte ich meinen Partner am häufigsten?
  • Wie zeige ich ihm meine Liebe?

Wenn wir Probleme haben unsere Muttersprache zu identifizierten, kann das entweder daran liegen, dass unser Liebestank voll ist oder dass er schon sehr lange leer ist. Hilfreich ist dann ein Blick zurück auf die letzte Phase der Verliebtheit oder auf vergangene Beziehungen und deren „Knackpunkte“ sein.

Das ist ja alles schön und gut. Doch bedeutet das sich Einstellen auf die Sprache des anderen nicht auch, dass wir eventuell gegen uns selbst handeln? Darauf werde ich im letzten Teil dieser Serie eingehen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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