15.01.2015

Die Macht der Gewohnheit


Gestern tat ich etwas, das bei mir Seltenheitswert hat: Ich buchte ein Ticket bei der Deutschen Bahn. Das ist bei mir jedes Mal eine ziemlich nervenaufreibende Prozedur. Ich gebe meine gewünschten Zugdaten ein, komme dann irgendwann zur Buchung, um dann festzustellen, dass ich mein Passwort nicht mehr weiß. Es ist zwar eines im Computer abgespeichert mit entsprechendem Benutzernamen. Doch das akzeptiert die Bahn nicht. Zwei falsche Passwörter einzugeben führt dazu, dass das Konto gesperrt wird.

Das wäre nicht so ärgerlich, wenn nicht jedes Mal auch die gewählten Zugdaten verschwinden würden. Ich bin ja hartnäckig und probiere es mehrmals aus! Irgendwann komme ich dann darauf, dass nicht das Passwort das Problem ist, sondern der Benutzername. Da mir die Kontosperrung schon mehrmals passiert ist, brauche ich immer wieder einen neuen Benutzernamen, den ich innerhalb der nächsten Bahn-freien Monate wieder vergesse ... Entweder das System arbeitet nicht simplify oder ich bin einfach zu wenig Bahn-affin.

Ich habe mich also zum x-ten Mal neu angemeldet, diesmal aber vorsorglich den Benutzernamen auf dem Rechner hinterlegt. Irgendwann forderte das System mich auf, die Nummer meines Personalausweises anzugeben. Danach ging es erst richtig los! Mein Perso war nicht mehr in meinem Geldbeutel! Fieberhaft überlegt ich, wo ich ihn haben könnte! Ich durchsuchte die halbe Wohnung nach dem Ausweis – ohne Erfolg.

„Das gibt’s doch gar nicht!?“, dachte ich verzweifelt bei mir. Nun hatte ich endlich die Anmeldungshürde bei der Bahn überwunden, nun scheiterte es am Perso! Ich schnappte mir wieder meinen Geldbeutel und durchsuchte noch mal alle Fächer – bis mein Blick auf etwas Grün-braunes fiel, das aus einem der Kartensteckplätze herauslugte. Ich zog daran und musste laut lachen: Dort war mein Ausweis! Die ganze Zeit über!

Mein Fehler war es, nach dem alten Personalausweis zu suchen, den ich die vergangenen Jahre mit mir herumgetragen hatte! Er war bekanntlich größer als die neuen im Scheckkartenformat. An den kleinen – ich habe ihn erst wenige Monate – habe ich mich einfach noch nicht gewöhnt!

Tja, der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier! Ich bin mir sicher, regelmäßige BahnfahrerInnen buchen ihre Tickets im Nu und auch ich werde eines Tages wissen, wie mein Perso aussieht ...!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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