11.03.2015

Die Macht der Salatschleuder


Wenn man mir das vor 15 Jahren erzählt hätte, ich hätte es nicht geglaubt! Zu dieser Zeit war ich nämlich überzeugt davon, dass eine Salatschleuder völliger Unfug ist, den man gewiss nicht braucht. Doch dann hat mir meine WG-Mitbewohnerin beim Auszug ihre 08/15-Salatschleuder vermacht. Während ich das hier schreibe, steht genau diese Salatschleuder in meinem Kühlschrank – mit frisch gewaschenem Salat.

Und am Wochenende habe ich folgendes erlebt: Ich war zu Besuch in einem fremden Haushalt, in dem die Hausherren auch nicht zu Hause waren. Diese Konstellation mag kurios klingen, doch so etwas ergibt sich manchmal. Wir, meine Freundin und ich, wollten ein Abendessen zubereiten und suchten uns durch die Schränke nach allem, was man dazu benötigt. Auf dem Plan stand ein Salat, um den ich mich kümmern wollte.

„Ähm, gibt’s hier eine Salatschleuder?“, wollte ich von meiner Freundin wissen. „Nö, bestimmt nicht!“ Au weia! Mit einem Mal hatte ich gefühlte hundert Fragezeichen im Kopf: Wie sollte ich ohne Salatschleuder meinen Salat machen? Ich spürte, dass das für mich unvorstellbar geworden ist! Denn mein normaler Arbeitsgang ist folgender: In die Schüssel der Schleuder lasse ich Wasser einlaufen. Darin wasche ich den Salat. Danach kommt er ins Sieb der Schleuder und wird trockengeschleudert.

Wir hatten schon Mühe, überhaupt ein Sieb zu finden, das etwas mehr Volumen hatte (dafür hatte es aber nur klitzekleine Löcher). Meinen Salat wusch ich in einer großen Schüssel. Dann tat ich ihn ins Sieb, schüttelte es etwas, band ein Handtuch darum und schüttelte erneut. So könnte er trocken werden, hoffte ich.

Meine Tochter beauftragte ich mit dem Dressing. Dazu starteten wir erst einmal eine Suchaktion nach Essig und Öl. Zunächst sah es für den Essig schlecht aus, doch dann fanden wir eine Flasche. Ohne die „regulären“ Zutaten dauerte es etwas, bis das Dressing schmackhaft war. Doch es schmeckte, sehr intensiv sogar.

Zum Schluss stand eine ansehnliche Schüssel Salat auf dem Tisch – nur leider ohne Geschmack ... Das Dressing war völlig verwässert. Ich habe es verlernt, mit den einfachsten Mitteln einen Salat zuzubereiten! Ich konnte es kaum fassen. So sehr habe ich mich an das Utensil gewöhnt, auf das ich früher am wenigsten Wert legte!

Muss ich mir darüber Sorgen machen? Nein. Diese Salatschleuder, die vielleicht einmal 3,99 Euro gekostet hat, ist zu einem echten simplify-Alltagshelfer für mich geworden. Und sollte es ein nächstes Mal ohne Schleuder geben, so bin ich gewappnet und schüttle den Salat, was das Zeug hält!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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