09.09.2015

Die Meinungen über Zucker gehen auseinander, und: Tipps, um den Zucker-Konsum zu reduzieren


Neulich im Supermarkt, in der Kassenschlange: Die Kundin vor mir hebt ihr ungeduldiges Kind aus dem Einkaufswagen, das sogleich in der Quengelzone alles Mögliche findet und anschleppt. Der große Bruder hat die schwierige Aufgabe, die Süßigkeiten mit dem Kleinen wieder zurückzustellen. Das geht freilich nur unter lautem Protest!

Selbst mit größeren, vernünftigeren Kindern ist es eine Herausforderung, diesen Bereich ungeschoren zu passieren. Die süßen Verlockungen sind einfach zu groß. Ich frage mich stets, ob wir (die Lebensmittelanbieter eingeschlossen) nicht langsam klüger geworden sind. Das sind wir offensichtlich nicht. Zur Beruhigung ihres Kindes winkte die Dame vor mir mit einem Überraschungs-Ei. Und so gesellte sich dieses Ei vermutlich zu dem vielen anderen Süßkram, den das Kind über den Tag verteilt zu sich nimmt.

Ich für meinen Teil beäuge das kritisch, zumal ich beobachte, wie sehr Kinder heutzutage schon mit Übergewicht zu kämpfen haben. Doch es geht mir gar nicht nur um Kinder, sondern auch um mich selbst und andere Erwachsene: Der Konsum von gesüßten Produkten ist in meinen Augen viel zu hoch!

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch daran, dass ich dieses Thema hier schon einmal hatte. Ich nahm mir damals vor, das Buch „Garantiert gesundheitsgefährdend: Wie uns die Zucker-Mafia krank macht“ von Hans-Ulrich Grimm zu lesen. Weiter bin ich mit meiner Lektüre allerdings bis heute nicht gekommen ...

Gestern fiel mir jedoch ein Gastbeitrag von Patrick (Healthy Habits) vor die Augen: Zuckerfreie Ernährung in 5 Schritten. Darin beschreibt er sehr ausführlich die Wirkung von Zucker im Körper und gibt Tipps, wie wir von der Sucht nach Zucker loskommen können. Häufig überfliege ich Blog-Beiträge, weil ich sehr viele lese und scanne. Das habe ich bei diesem hier nicht getan! Der Beitrag ist sehr informativ und interessant. Patrick begann seine „Laufbahn“ selbst mit Übergewicht und beschreibt sehr authentisch, wie es ihm mit weniger Zucker ergeht.

Prompt meldete sich gestern auch die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) zu Wort (allerdings nicht wegen Patricks Beitrag), mit der Aussage: „Zucker ist nicht ungesund.“ Mit dieser Feststellung reagiert die deutsche Zuckerwirtschaft auf einen Bericht der WELT. In diesem wird die Grünen-Politikerin Renate Künast mit der Aussage zitiert, Zucker sei der neue Tabak. „Der Vergleich ist falsch, darauf weist ja auch der durchaus differenzierte Artikel der WELT hin. Zucker macht nicht krank“, erläutert Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der WVZ. „Vergleiche wie diese sind Panikmache und führen Menschen in die Irre. Denn sie verstellen den Blick auf die tatsächlichen Ursachen von Zivilisationskrankheiten und damit auch auf die Chancen, diese zu bekämpfen“, betont Tissen.

Wenn jemand übergewichtig ist, könne das sehr viele Ursachen haben, wie der persönliche Lebensstil, Veranlagung, Stress oder Schlafmangel. Zucker gehöre nicht dazu. Ausschlaggebend für die Entstehung von Übergewicht sei letztlich die Energiebilanz. Sie müsse ausgewogen sein. Wer dem Körper mehr Kalorien zuführe, als dieser verbrennt, speichere die überschüssigen Kalorien in Form von Fett. Dabei sei es unerheblich, welcher Nährstoff die Kalorien liefere. „Im Interesse der Menschen: Wir müssen aufhören, einzelne Zutaten zu dämonisieren. Wenn wir Zivilisationskrankheiten bekämpfen wollen, müssen wir über das Gesamtpaket aus Ernährung, Genuss und Bewegung reden“, fordert Tissen.

Die deutsche Zuckerwirtschaft möchte mit einigen der verbreiteten Irrtümer über Zucker aufräumen und hat dazu www.schmecktrichtig.de ins Leben gerufen.

Tja, nun könnt ihr euch also selbst ein Bild machen ... Ich für meinen Teil finde, dass es gut ist, den Zuckerkonsum zu reduzieren und bewusst zu steuern.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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