08.02.2016

Die Sache mit dem Elektroschrott


Das ist bitter: In Mainz fällt der Rosenmontagsumzug wegen Sturmwarnung aus! Die viele Arbeit und Mühe, und dann macht das Wetter den Narren einen Strich durch die Rechnung. Mich lässt der Karneval in diesem Jahr kalt (wie so oft), darum habe ich viel Zeit für andere schöne Dinge – etwa das Ausmisten!

Am Samstagmorgen packte es mich: Ich griff zu einer Klappkiste und sammelte im ganzen Haus Elektroschrott ein. Hier ein CD-Player, der es nicht mehr tut, dort ein altes Telefon, ein Badezimmerradio, zwei alte Taschenrechner, diverse Kinder-Billig-Spielzeuge mit Batterie, alte Lampen und Unmengen von Kabeln, die seit Jahren in einer Kiste liegen.

Meinen größten Schatz fand ich im Büro: die Fax-Drucker-Scanner-Kombination. Ich benutzte sie so gut wie nie, sie nahm viel Platz weg und war auch nicht gut verkaufbar, wie ich vor einiger Zeit schon mal recherchiert hatte. Ich stand vor dem Gerät und rang innerlich sehr mit mir – soll ich, soll ich nicht? Das Ding ist doch noch gut in Schuss – aber brauchen kannst du’s nicht. Sind dort womöglich private Daten gespeichert? – und wenn schon, das ist mir jetzt auch egal. Mit einem beherzten Griff enthob ich das Ding seinem angestammten Platz und brachte es zum Auto.

Als ich beim städtischen Bauhof ankomme und vor dem E-Schrott-Container parke, überfliege ich das rote Schild davor: „Abladen von Elektroschrott verboten!“ Ach, wie, ähm, deswegen bin ich doch da!? Leicht verunsichert frage ich den jungen, in Neonorange gekleideten Mann: „Wie, was darf ich hier nicht abladen?“ Er grinst und zeigt auf das Schild: „Sie dürfen nichts MITNEHMEN aus dem Container!“

Tatsächlich! Da hat mir mein Hirn wohl einen Streich gespielt – und aus „Entfernen“ das Wort „Abladen“ gemacht.

Als erklärendes Beispiel pries der Mann einer älteren Dame mein Fax-Drucker-Scanner-Gerät an. Wenn sie es haben wolle, könne sie mich jetzt direkt fragen und es mitnehmen. Alles andere sei Diebstahl. Die Dame wollte mein Gerät nicht, verließ aber etwas wehmütig den Bauhof: „Schade, ich habe immer gerne geschaut, ob ich etwas mitnehmen kann ...“


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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