09.10.2015

Die Sache mit den Bienen und den Blümchen (und dem Honig)


Der Dalai Lama sagte einmal ein einem Interview mit dem Focus Magazin*, dass er so viel Honig esse, dass die Gefahr bestehe, er werde als Biene wiedergeboren. Bei diesen Worten hat nicht nur er lachen müssen. Ich auch. Denn ich bin selbst ein absoluter Honig-Fan, gerade jetzt zur kälteren Jahreszeit. 

Heute Morgen startete ich mit Butter und Honig auf meinem Baguette in den Tag. Mir war klar, dass es ein unangenehmer werden wird. Denn ich hatte eine Zahn-OP vor mir. Inzwischen liegt sie hinter mir. Es schmerzt und ich war natürlich nur eingeschränkt arbeitsfähig heute. Deshalb gibt es diesmal nur Text, den ich nicht selbst verfasst hat, sondern Eva Neumann vom aid Infodienst. Es geht um Honig, klar!

Der Tee mit Zitrone verlangt nach einer Extra-Portion Süße, das Früchte-Quark-Dessert könnte eine Abrundung vertragen oder dem Salatdressing fehlt der letzte Pfiff. All das sind ideale Gelegenheiten, statt zur Zuckerdose mal zum Honigglas zu greifen. Die goldenen Tropfen bringen nicht nur Süße, sondern auch noch ganz eigene Geschmacksnoten mit ins Spiel.   

In der deutschen Honigverordnung sind alle Anforderungen an das Produkt Honig genau festgeschrieben. Diese Bezeichnung darf nur der natursüße Stoff tragen, den Bienen erzeugen, indem sie Nektar oder Sekrete von lebenden Pflanzenteilen oder auf lebenden Pflanzen befindliche Sekrete von Insekten aufnehmen, mit eigenen spezifischen Stoffen kombinieren und umwandeln, in Waben speichern und dort reifen lassen. Seit Juli diesen Jahres schließt das übrigens auch Pollen mit ein. 

Rund ein Kilogramm Honig verzehrt jeder Bundesbürger im Jahr. Im Handel sind weit mehr als 50 Sorten in diversen Verarbeitungsqualitäten erhältlich. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Farbe, der Konsistenz und natürlich dem Geschmack. Von cremigem, hell-beigem, mildem Rapshonig bis zu zähflüssigem, braunem, harzig-malzigem Tannenhonig reicht die Palette.   

Seine unglaubliche Vielfalt verdankt Honig zunächst der botanischen Herkunft. Blütenhonig wird aus Nektar hergestellt. Ausgangsstoff für die würzigen, meist dunkleren Honigtauhonige ist das zuckerhaltige Sekret (Honigtau) von Insekten, die auf den jeweiligen Pflanzen leben. Darüber hinaus gibt es Honige aus Nektar und Honigtau, sowie Honige unterschiedlichen botanischen Ursprungs. Die Honigarten unterscheiden sich darüber hinaus nach Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung.   

Für viele Verbraucher zählt allerdings vor allem das Aroma. „Das lässt sich auf dem Frühstücksbrot oder pur am besten erschmecken“, empfiehlt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. „Und wer sich nicht entscheiden kann, gönnt sich einen Vorrat aus mehreren Gläsern.“ Beim Kauf gilt es aber, genau hinzuschauen. Das Glas darf keine Risse und die Banderole am Deckel keine Beschädigungen aufweisen. „Qualitativ hochwertiger Honig zeichnet sich durch gleichmäßige Farbe und zähflüssige oder feincremige Konsistenz, sowie einen honigtypischen Geschmack und Geruch aus“, zählt Seitz auf. Gut verschlossen kann Honig an einem trockenen, kühlen, dunklen Ort bis zu zwei Jahre gelagert werden.   

In dieser Zeit kann es - vor allem bei Produkten mit hohem Traubenzuckergehalt - durchaus passieren, dass der Honig kristallisiert. Das erschwert manch eine Küchenanwendung. Im Wasserbad bei bis zu vierzig Grad lässt sich Honig ohne Qualitätsverlust erhitzen und wird so wieder geschmeidig. Wer in einem Rezept Haushaltszucker durch Honig ersetzen möchte, muss beachten, dass dieser eine höhere Süßkraft hat und die im Rezept angegebene Flüssigkeitsmenge um rund 20 Prozent reduziert wird. Entsprechend müssen die Mengenverhältnisse angepasst werden.

* veröffentlicht am 26.10.1998 im Focus Magazin


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