05.12.2011

Die Weihnachtsbaumverkaufsstrategie


Freunde von mir verkaufen Tannenbäume. Jedes Jahr Ende November bauen sie den überdimensionierten Nikolaus auf, zieren die Hofeinfahrt mit Weihnachtsbaumverkauf-Bannern und bieten alle Größen und viele Sorten feil. Als ich ihn am Wochenende traf, fragte ich: „Und, läuft das Geschäft schon?“ „Ja, wir haben schon viele verkauft und ausgeliefert“, sagte er zufrieden.

Ich schaute seine Frau an und meinte: „Wer kauft denn so früh schon den Weihnachtsbaum?“ Sie: „Ja, darüber wundere ich mich auch jedes Jahr.“ Und er ganz verständig: „Dann haben sie halt noch große Auswahl, unsere Kunden.“ „Ach so!“, glaubte ich zu verstehen. „Ihr holt keine neuen mehr nach? Dann erwische ich ja immer die, die keiner haben will, wenn ich kurz vor Heiligabend komme!“ „Nee“, grinste er. „Wir stellen ja nie alle auf einmal raus! Aber sie sind alle vor einer Woche frisch geschlagen worden.“

Was schließe ich daraus? Es ist was den Aspekt der Frische betrifft wirklich egal, wann ich den Weihnachtsbaum kaufe, zumindest wenn ich zu meinen Freunden gehe! Übrigens lohnt es sich nachzufragen, wann die Bäume geschlagen wurden! Große Produzenten und Exporteure fällen sie schon im Oktober - bis Heiligabend sehen die Nadeln sicher traurig aus.

Hier noch ein kleines Weihnachtsbaum-1x1 für alle, die den Einkauf noch vor sich haben (Quelle: www.aid.de, Raimund Kohl):

Mittlerweile am meisten angeboten wird die Nordmanntanne. Ein gleichmäßiger Wuchs, saftig grüne Nadeln, die nicht pieksen. Sehr gute Haltbarkeit der Nadeln ist ein weiteres Merkmal dieser, aus dem Kaukasus stammenden Tannenart.

Die Kiefer, z. B. die österreichische Schwarzkiefer, hält ihre Nadeln gut und eignet sich wegen ihrer stabilen Zweige besonders gut für Naturkerzen. Kiefern werden traditionell in den Brandenburgischen Sandgebieten als Weihnachtsbaum verwendet.

Die deutsche Rotfichte hat einen angenehmen Duft, einen schlanken Wuchs und ein grünes, etwas pieksendes Nadelkleid. Die Haltbarkeit ist allerdings relativ bescheiden. Daher sollte man sie erst kurz vor dem Fest einschlagen.

Wer es nicht ganz so pieksig mag, für den ist die Koloradotanne das Richtige: weiche lange Nadeln, blaugrüne Farbe und etwas wuscheliges Aussehen sind ihre Merkmale.

Neu auf dem Markt - und besonders als kleiner Baum (1-1,5 Meter) wegen seines schlanken dichten Wuchses sehr begehrt - ist die Korktanne oder auch Felsengebirgstanne. Ihre blauen bis grünen Nadeln sind weich und sie ist noch haltbarer als die Nordmanntanne.

Die Königin unter den Weihnachtsbäumen ist zweifellos die pazifische Edeltanne oder auch Nobilistanne. Blaugrüne, weiche Nadeln mit silbriger Unterseite zieren mit dichtem bürstenartigem Besatz die Zweige. Die Nadeln sind sehr haltbar. Die Zweige sind oft asymetrisch angeordnet und geben so dem Baum einen besonderen Reiz.

An Popularität eingebüßt hat die Blaufichte. Wer sich an den pieksigen Nadeln nicht stört, kann zu einem günstigen Preis einen sehr haltbaren Weihnachtsbaum erstehen, in allen Blau-grün-Farbschattierungen bei gleichmäßigem Wuchs.

Die große Küstentanne, auch als amerikanische Weißtanne bekannt, wird gern wegen ihres besonders intensiven Duftes als Weihnachtsbaum genutzt. Dunkelgrüne, glatte, lange Nadeln sind das besondere Kennzeichen dieser Baumart.

Weihnachtsbäume kann man genauso frisch halten wie Schnittblumen: Den Baum zu Hause gleich ins Wasser stellen. Zuvor den Stammfuß frisch ansägen, damit die Poren offen sind und ungehindert Wasser aufnehmen können. Untersuchungen haben ergeben, dass jegliche Zusätze zum Wasser wirkungslos sind. 1 bis 2 Liter Wasser kann ein Baum am Tag aufnehmen. Also immer schön nachgießen. Zu vermeiden ist die unmittelbare Nähe zu Heizkörper und Kachelofen. Übrigens: Bei frischen Weihnachtsbäumen ist auch das Brandrisiko geringer.


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