03.09.2012

Dunja dichtet - die Vorbereitung


Erinnert ihr euch noch daran, dass ich schon einmal geplant hatte, ein Haiku zu schreiben (hier nachzulesen bei „Worte mit und ohne Sinn")? Japanische Kurzgedichte, die durch schlichte, einfache Sprache und Bilder doch so vieles auszudrücken vermögen? Es sollte gleich eine ganze Haiku-Blog-Woche geben!

Bisher habe ich mich nie an Gedichte herangewagt. Ich finde es einfach zu schwierig, einen Reim zu finden, der nicht gekünstelt oder konstruiert wirkt. Beim Haiku, so dachte ich, ist das viel einfacher! Das kommt ohne Reime aus. Als mir dann ein befreundeter Lyriker sagte, er werde jetzt mal Haikus schreiben, festigte das auch meinen Entschluss.

So habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten fleißig Themen gesammelt, aus denen ein Haiku werden sollte. Bevor ich loslegte, stimmte ich mich auf der deutschen Website www.haiku.de erst einmal darauf ein, was ich hier eigentlich erschaffen wollte. In seinem Ursprung ist das Haiku eine Natur- und Jahreszeitendichtung. Das war mir so gar nicht bewusst. Ich wollte doch über simplify-Themen schreiben! Später las ich dann, es gibt auch das Gegenwarts-Haiku. „Ja! Das passt!“, befand ich.

Es gibt einiges, was beim Haiku-Schreiben zu beachten ist. Doch ich wollte mich auch nicht überfordern. Darum notierte ich die für mich wichtigsten Merkmale:

  • Die Silbenanzahl im klassischen Haiku beträgt 5-7-5, bezogen auf die üblichen 3 Zeilen, also 1. Zeile 5 Silben, 2. Zeile 7 Silben, 3. Zeile 5 Silben. Daran wollte ich mich halten.
  • Schlicht und klar soll es sein.
  • Die sparsame Beschreibung schlägt die Interpretation.
  • Das Haiku basiert auf realen Erlebnissen oder, wenn nicht, zeugt von gutem Einfühlungsvermögen.
  • Klar ist: Es soll etwas aussagen, im besten Falle mehrdeutig und/oder humorvoll sein.
  • Zwischen der 1. und der 2. oder der 2. und der 3. Zeile gibt es einen Bruch.

Was könnte an dieser Stelle besser sein als ein Beispiel? Nichts. Darum hier das weltberühmte Zikaden-Haiku des japanischen Dichters Matsuo Bashô (1644-1699), entnommen aus den FAQs der Site haiku.de:

Stille ringsumher –
in die Felsen eindringend
Zikadenstimmen

Morgen gibt es an dieser Stelle dann meinen 1. Versuch zu lesen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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