27.04.2016

Dunja, ein Buch und Tschernobyl


Am vergangenen Freitag passierte etwas Interessantes, als ich mehr zufällig bei einer Bekannten vorbeikam. Sie holte ein Buch hervor, dass sie mir mit den Worten „Hier, das möchte ich dir gerne geben“, unter die Nase schob. „Baba Dunjas letzte Liebe“, heißt es, geschrieben von Alina Bronsky.

Nun wisst ihr bereits, warum sie mir dieses Buch entgegenhielt! Es ist der Name der Hauptfigur. Dunja. Doch es handelt sich auch um ein Werk der Lieblingsautorin dieser Bekannten. Ihr könnt mir glauben: So etwas passiert mir selten! Gleich am Freitagabend begann ich zu lesen.

Das Büchlein ist recht dünn. Das machte es mir leicht mit der Lektüre zu starten. Es ist ein unglaubliches Buch – und das, obwohl (fast) nichts passiert darin! Baba Dunja ist eine Frau, die in ihr Heimatdorf Tschernowo zurückkehrte. Es liegt in der Todeszone um den Reaktor von Tschernobyl, wo sich ziemlich genau vor 30 Jahren der katastrophale, nukleare Super-GAU ereignete.

So bin ich heute auf seltsame Weise sehr nah verbunden mit dem Unfall von damals. Ohne es bewusst herbeigeführt zu haben. Durch eine Buchheldin namens Dunja und eine Bekannte, die Alinas Art zu schreiben mag.

Dieses Erlebnis hat mich bescheiden werden lassen für einige Momente. Es hat mir vor Augen geführt, wie wir ganz einfach, durch Worte, Bilder erschaffen können. Lebendige Bilder. Spannung. Ohne Vampirzähne, Sex oder Serienmörder.

Die Menschen, die in Tschernowo zusammen mit Dunja leben – das sind nur wenige – sind durch einfache Worte so bunt gezeichnet! Dabei ist das Leben in der Todeszone alles andere als bunt. Eher grau. Das ist dann wohl die Farbe, bei der Fiktion und Realität sich treffen.

Hier findet ihr das lesenswerte Buch auf amazon.de!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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