13.07.2011

E-Müll hoch Drei


In der letzten Nacht bekam ich Post von Ortrun, Anneli und Ulrike. Die E-Mail von Ulrike landete im Spam-Ordner, die las ich zuletzt. Das erste, was ich las, war Annelis Mail mit dem wohlklingenden Betreff „Die Erneuerung“: Sie bedankt sich, dass ich bei ihr 20 Schreibautomaten für je 835,- Euro gekauft habe. Anneli schreibt mir, wann die Lieferung erfolgen soll, wann ich zu zahlen habe usw.

Äh – 20 Schreibautomaten (was auch immer das ist) für 835,- Euro? Da war ich wirklich im ersten Moment versucht, auf den Link zu klicken, der in der Mail enthalten ist. „Nee, das mach mal lieber nicht,“ sagte die Stimme aus meiner Ratio-Ecke. Und: „Schau doch erst mal, was Ortrun so geschrieben hat.“

Ortrun heißt eigentlich laut Absenderadresse Ibrahim Irgendwas. Sie Schickt mir irgendein Telefax von irgendeiner dubiosen Arzneimittel GmbH, als Absender eine ähnlich klingende GmbH wie Anneli. Ah! Die beiden kennen sich also!

Dann lese ich meine anderen Mails des Morgens – und entdecke erst spät die Mail von Ulrike – die ging im Spam-Ordner unter. Sie hat den Betreff „Die Bestellung“. Ich befürchtete schon, ich hätte weitere Schreibcomputer bestellt, von denen ich nichts weiß ... Leider ist Ulrikes Mail in Englisch verfasst. Deshalb landete sie wohl auch in besagtem Ordner. Was ich bestellt habe, steht nicht drin. Lediglich, dass ein Betrag von 586 US-Dollar meinem Kreditkartenkonto belastet wird. Meine Ratio-Ecke beruhigt mich mit den Worten: „Alles okay, meine Liebe, du bezahlst ja zum Glück im Internet nie mit Kreditkarte.“

Allen drei Mails ist gemeinsam, dass sie einen Link enthalten, der Wörter wie „bestellen“ und „orden.zip“ preisgibt. Wer weiß, was ein Klick mir bescheren würde! Ich stelle mir gerade vor – hätte ich nicht diese überaus dominante Stimme im Kopf gehabt –, ich hätte sofort den Link angeklickt vor lauter Empörung über diese teuren Schreibautomaten, die in spätestens 11 Tagen bei mir eingehen sollen. Hätte vielleicht nur Anneli mir geschrieben, ohne Ortrun und Ulrike, wer weiß, ob ich es dann nicht getan hätte. Wer will schon 20 mal 835,- Euro hinblättern?

Normalerweise erhalte ich dank Anti-Virus-Software (in heutiger Zeit ein echtes simplify-Produkt) nur selten solchen E-Müll. Diese drei haben es irgendwie geschafft, zu mir durchzudringen. Ich lösche sie. Das haben sie nun davon.

Wie lernte ich vor einigen Monaten? Wenn es das Böse auf der Welt nicht gäbe, wüssten wir mit dem Guten gar nichts anzufangen ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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