11.05.2016

Ein schwerwiegendes Problem


Wer mich näher kennt, der weiß, dass bei mir immer alles recht schnell gehen kann. Ich bin ungeduldig und handle in vielen Bereichen postwendend – in anderen dagegen nicht! Jedenfalls stand ich gestern mit einer gefüllten Bananenkiste vor unserem Sozialkaufhaus. Ich habe also mit dem Ausmisten schon angefangen, bevor überhaupt Pfingsten ist! Ungeduldig eben. Ausmistwillig.

Zwei Damen empfingen mich an der Abgabestation. „Was haben wir denn da drin?“, wollten sie wissen. „Bücher“, antwortete ich, „und ein paar andere Sachen.“ „Bücher? Oh, dann müssen wir vorher reinschauen“, bekam ich zu hören. Eine der beiden schaute rein und befand: „Alles neue Bücher. Alles okay! Wissen Sie, oft bekommen wir ganz vergilbte, alte Bücher. Die können wir nicht weiterverkaufen.“ „Ja, das ist ein schweres Problem“, sagte die andere, „im wahrsten Sinne des Wortes!“

Ich hatte Bücher eingepackt, die ich sehr mochte, und solche, die ich noch nie gelesen habe. Ein Geschenk zum Beispiel. Bestimmt ein tolles, wichtiges Buch. Ich habe schon oft davon gehört oder gelesen. Doch kaum schlug ich das Buch auf, sah mir eine kleingedruckte Bleiwüste entgegen. „Nein! Das wirst du niemals lesen!“, wurde mir bei diesem Anblick sofort klar. Und wisst ihr was? Trotzdem war es ein Riesenproblem, das Buch auszumisten! Es hat schon etliche Ausmistschleifen bei mir überlebt! Nun ist es weg. Welch’ eine Entlastung! Ein Buch weniger, das ich glaube unbedingt lesen zu müssen und das mir jedes Mal meine Versäumnis vor Augen hält, sobald mein Blick darüber streift!

Doch nun will ich euch noch von einem Bereich berichten, in dem ich zurzeit überhaupt nicht ins Handeln komme! Es geht mal wieder um meinen Posteingang ... Nach dem E-Mail-Kurs „Zero Inbox“ von Frank Albers habe ich mir hinter die Ohren geschrieben: nur noch zweimal am Tag die Mails checken und beantworten! Das erscheint mir logisch und immer noch erstrebenswert.

Meine Realität sieht jedoch anders aus! Ich checke immer noch ständig meine Mails! Allerdings beantworte ich sie nicht mehr direkt. Dafür habe ich ja meine „festen Zeiten“, die ich faktisch gar nicht habe. Das Ende von Lied: Ich bekomme Mails, lese sie und brauche eine gefühlte Ewigkeit, um sie zu beantworten. Diejenigen, die auf meine Antwort warten, schätzen das sicher nicht.

Vom Ansatz her ist das sicher gut: Ich nehme mir vor, sie gebündelt zu bearbeiten. Immer dann, wenn ich dafür ein Zeitfenster sehe, diszipliniere ich mich: „Nein! Du bearbeitest erst die Wichtigen Dinge!“ (Dabei vergesse ich, dass auch unter meinen Mails „wichtige Dinge“ stecken.) Solange ich mir keinen fixen Zeitpunkt setze, um Mails zu bearbeiten, werde ich mit dieser Vorgehensweise kaum vom Fleck kommen.

Ich geh’ dann mal suchen – nach dem richtigen Zeitpunkt für wichtige und weniger dringende Mails ... 


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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