14.10.2015

Eine Achterbahnfahrt - mit Baustellen!


Am Abend wollte ich mich hinsetzen und den Blog-Beitrag für heute schreiben. Davor hatte ich noch etwas Wichtiges zu erledigen. Ich musste eine Müsli-Schale abliefern, die ich seit 4 Monaten unrechtmäßig bei mir in der Küche zu stehen hatte. Sie war aus Versehen nach einer Veranstaltung in meiner Knabberkiste gelandet und hatte den Weg von alleine bisher nicht zurückgefunden.

Heute war der Tag, an dem sie zurück sollte! Dabei sind die Bedingungen dafür denkbar schlecht. Zum einen habe ich ziemlich viel zu tun. Zum anderen ist mein Wohnort von der Welt nahezu abgeschnitten. Die Straßenbauer errichten einen Verkehrskreisel, und eine Fahrt in die Stadt hat ihre Tücken. Es ist nicht nur der Kreisel, der für eine Straßensperrung sorgt ...

Ringsherum sind die Verbindungsstraßen gesperrt, weil neu gebaut wird. Jeder herkömmliche Weg in die Stadt ist irgendwie von weiß-roten Warnbaken umsäumt. Heute wähle ich diese Route, morgen ist sie auch schon gesperrt. Ihr wisst gar nicht, wie viele Wege ich in den vergangenen Wochen schon ausprobierte habe, um an meine Zielorte zu kommen! Das endete jedes Mal in großem Frust, denn IN der Stadt wird gerade eine U-Straßenbahn gebaut. Und dort drinnen ist es mindestens genauso schlimm wie hier draußen auf dem Land!

„Ob die sich nie absprechen?“, fragen wir uns. Als Raum- und Umweltplanerin kenne ich mich ja ein wenig aus mit der Verkehrsplanung. Immer ist ein anderer zuständig, und ich befürchte wirklich, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. Übrigens ist auch meine Wohnstraße noch immer wegen Gehwegsanierung gesperrt! Dass Lärm macht krank macht, davon bin ich inzwischen überzeugt!

Doch darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. Ich hatte anderes im Sinn. Von Putzlumpen wollte ich euch berichten. Putzlumpen aus zerschlissenen Kinderklamotten. Gerade für Bereiche, in denen es bei Herbstwetter ziemlich schmutzig zugeht, ziehe ich sie dem herkömmlichen Wischmopp vor.

Aber das Putzlumpenthema hatte sich auch wieder zerschlagen. Mir kam eine Emotion dazwischen. Und da ich erst gestern in einem Seminar viele zentrale Kleinigkeiten zum Auflösen von unguten Emotionen dazugelernt habe, setzte ich das Gelernte direkt einmal um.

Es hat funktioniert! Meine Emotion ist weg! Ein wohliges Gefühl breitet sich in mir aus. Aber das geordnete Schreiben, das will gerade nicht funktionieren. So habe ich euch nun einen kurzen persönlichen Einblick in mein Leben gewährt. Mit Tiefen. Und Höhen. Bis bald!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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