14.03.2012

Eine Sache und die richtig


Eine Blog-Serie über Zeitmanagement: Ist doch klar, dass ich mir dafür das neue Buch von Lothar Seiwert, Ausgetickt, zulege! Ich hatte nur am Rande mitbekommen, dass es sich dabei um den Abschied vom Zeitmanagement handelt. Erst als ich es schon gekauft hatte, hörte ich: „Da steht nichts Weltbewegendes drin.“ Nun hatte ich es, also las ich auch darin. Meine Erwartungen waren gering, weshalb ich einfach eine Seite mittendrin aufschlug und loslas.

Es hatte mich ins erste Kapitel verschlagen, in dem Seiwert über „Überflieger, Glückskinder und Multitasker“ schreibt. Mit berühmten Persönlichkeiten stellt er eine Fußballmannschaft zusammen. Alles Menschen, die „Enormes geleistet, echte Ergebnisse gebracht, die Welt verändert“ haben. „Gut organisiert. Entspannt, nicht gestresst.“ Jeder Person schreibt er etwas zu, das sie ausmacht. Mein Blindflug ließ mich auf der Seite über Kenneth H. Blanchard landen (26). Seiwert findet, dass ihn das Fokussieren auszeichnet.

Der Unternehmer und Managementautor Blanchard sei in den USA ein Star. Wenn Seiwert zu ihm geht, um sich ein Buch signieren zu lassen, ist er fasziniert „wie dieser Mensch nicht nur rational, sondern auch emotional auf den Punkt konzentriert ist.“ Wenn Blanchard etwas tue, widme er sich dem voll und ganz. Das heißt mit Seiwerts Worten: „Dann tut er genau eine Sache.“

Beim Lesen dieser zwei Seiten über Blanchard habe ich mich angesprochen gefühlt. Nicht weil ich glaube, dass ich durch und durch eine solche Präsenz ausstrahle. Sondern weil ich in den vergangenen Monaten festgestellt habe, wie gut es tut präsent zu sein! Früher war ich das nie (und wenn, war es mir nicht bewusst). Ein Beispiel: Eine Freundin erzählt mir ihre Schwierigkeiten mit den Kindern. Ich fühle mich dadurch an Situationen mit meiner eigenen Tochter erinnert, falle in ihre Emotionen mit ein. Und schon erzählen wir uns eine Stunde lang abwechselnd Geschichten aus dem Alltag, was uns nervt und wie uns das mitnimmt und was wir meinen tun zu können.

Heute passiert es mir immer häufiger, dass ich meiner Freundin einfach nur zuhöre, ihr Fragen stelle und ganz für sie da bin – ohne meine eigenen Angelegenheiten mit einzubringen. Auch wenn ich jemanden mit Tipi begleite, geht es mir so: In solchen Momenten bin ich nicht gefragt, selbst wenn ich ähnliche Erlebnisse, Emotionen oder was auch immer kenne. Nein, meine Aufmerksamkeit gilt voll und ganz der anderen Person. Dieses „Selbst-gerade-nicht-so-wichtig-sein-Müssen“ ist ein echter Gewinn, es verhilft mir zu innerer Ruhe.

Darum kann ich die Beobachtung Seiwerts nur teilen. Viel mehr habe ich über die Fußballmannschaft noch nicht gelesen. Aber ich werd’s noch tun!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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