14.08.2015

Einen Ordner? Nein, das schaff’ ich nicht!


Gestern war ich gefrustet: Das Programm, mit dem ich gerade arbeitete, rechnete wild vor sich hin. Es wurde nie fertig damit, weshalb ich nicht wie geplant weitermachen konnte. So verwandelte ich meinen Absturz in eine Gunst, denn ich hatte was zu tun.

Am Morgen war mir folgender Blog-Artikel von Frank Albers begegnet: „Zero Inbox – 7 Tipps für einen leeren Posteingang“. Wer will das nicht? Einen leeren Posteingang? Meinen habe ich zumindest immer mal wieder ausgemistet. Doch in letzter Zeit häuften sich die Fälle, in denen ich Mails komplett vergaß und nicht beantwortete. Dieses Signal an mich war eindeutig: "Dunja, du musst etwas ändern!" Daraufhin habe ich einen To-do-Ordner angelegt.

Ich las die 7 Tipps durch und blieb genau bei Tipp 7 hängen. „Arbeite nur mit einem einzigen Ablageordner“, lautet er. „Waaas? Nur ein Ordner?“, fragte ich mich erstaunt. Bei mir waren es mehr als 30 Ablageordner! Zugegeben, ich legte dort nur bei Ausmistaktionen etwas ab, weil mir das Verschieben in die vielen Ordner im Alltagsgeschäft zu aufwändig war. Doch alles auflösen zugunsten eines einzigen Ordners? Es sträubte sich alles in mir.

Frank Albers weist darauf hin, dass sich mittlerweile mit der Suchfunktion im E-Mailer alles finden lässt. Bist du sicher, Frank? Wenn ich weder den Namen des Absenders behalten habe noch den Inhalt, sehe ich schwarz. Wenn ich mich aber erinnere „Da hat mir doch mal jemand einen wertvollen Link geschickt, zu welchem Thema war das noch gleich?“, dann weiß ich gar nicht, wonach ich suchen sollte. Aber ich würde im Ordner „Gute Beispiele“ nachschauen und mithilfe meines fotografischen und sonstigen Gedächtnisses Erfolg haben.

Trotzdem fand ich Tipp 7 nicht ganz so abwegig. In meinem Kundenordner bräuchte ich z. B. keine Unterordner. Ich kann ihn einfach nach Namen sortieren lassen. Schon habe ich den Überblick.

Also schritt ich in meinem das-Programm-rechnet-wie-wild-Zeitfenster zur Tat und mistete meine Ordner aus. Manche löschte ich sogar komplett. Welch eine Wohltat! Insgesamt habe ich meine Ablage nun um 12 Haupt- und 9 Unterordner gekürzt! Meine drei Posteingangsordner habe ich eingeklappt, damit ich alle neuen Mails auf einmal angezeigt bekomme. Insgesamt sieht meine Ablage nun sehr übersichtlich aus. Noch erschrecke ich jedes Mal, wenn ich den E-Mailer aufrufe.  ;-)

Übrigens: Als ich Frank am Montag in Ganz einfach Dunja erstmals erwähnte und verlinkte, wies er mich dezent auf einen seiner Blog-Beiträge hin. Darin beschreibt er, was sein Leben komplett umgekrempelt hat: Es war das Buch „simplify your life“!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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