10.04.2013

Einfach ist nicht gleich einfach


Heute werde ich ein wenig meckern. Über die Einfachheit. Wenn ich mich im Internet und in Online-Shops umschaue, bekomme ich das Gefühl: Alle Welt kauft ständig neue Smartphones. Das ist sicher wieder so ein „Generationending“, mit dem ich mich nur schwer abfinden kann. Was ich auch vermute: Die Generation nach mir kennt sich mit den Geräten besser aus.

Jedenfalls steht mir als Mobilfunk-Vertragspartnerin alle zwei Jahre ein neues Gerät zu. In diesem Jahr war es wieder soweit. Nachdem ich kurz überlegt hatte, ob ich überhaupt ein weiteres Gerät brauche, entschied ich mich doch dafür. Denn grundsätzlich will ich mein (ja, mittlerweile schon) altes iPhone solange nutzen, bis es nicht mehr geht. Meine Entscheidung hat sich als günstig erwiesen, denn nun brauchten wir ein Zweihandy und wollten es mit dem neuen Smartphone probieren.

Weil ein solches Gerät offenbar intuitiv zu bedienen ist und wir sowieso in einem neuen Zeitalter leben, gibt es keine Gebrauchsanleitung mehr. Sie wurde ersetzt durch einen kleinen Zettel mit der Abbildung des Smartphones und dem Hinweis: Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr neues Telefon funktioniert, gehen Sie bitte ins Internet!

Mit dem Bild erklären die Hersteller schematisch die wichtigsten Funktionen bzw. die vorhandenen Anschlüsse – mit 8 Pfeilen ist alles abgehandelt. Dabei wird z. B. gezeigt, welches das Touch-Screen-Display ist. Wow, das hätten wir sonst nie erkannt! Was wir allerdings nach langem Suchen und Befühlen nicht gefunden haben: Ein Zuhause für die SIM-Karte. Dazu hätte ein Hinweis auf dem Schema gut getan! Die Information „Bauen Sie dieses Gerät niemals auseinander“ – sie stand irgendwo – hinderte uns daran, stärker am Gehäuse herumzuziehen und zu drücken.

Was blieb mir also anderes übrig, als im Internet nach der Info „Gerätetetyp SIM Karte einlegen“ zu suchen. Auf youtube.de fand ich ein Video, war glücklich, nahm mein Smartphone, um dann festzustellen, dass es sich um einen anderen Untertyp handelt und wir doch keine kleine Abdeckung übersehen haben.

So startete ich den nächsten Versuch. Irgendwo fand ich den Hinweis, ich solle die Abdeckung am Steckplatz für die SIM-Karte entfernen. Ha! Lustig! Welche Abdeckung? Da das abgebildete Gerät im Internet genauso aussah wie meines, begann ich mutiger, an der kompletten Rückabdeckung herumzuzerren. Meinen Zeigefingernagel versenkte ich dazu in einer minimalen Spalte. Und siehe da: Die Abdeckung ließ sich komplett ablösen! Wer hätte das vermutet!? Ich fand den Akku und darunter den Steckplatz für die Karte. Also ehrlich: Das hätte ich einfacher haben können ...


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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