23.01.2012

Endlich: Leertisch statt Volltisch!


Am Sonntag war es mal wieder so weit: Ich habe meinen Schreibtisch aufgeräumt. Da ich das, wie hier nachzulesen, immer mal wieder tun muss, habe ich noch nicht den „Schreibtisch, der sich selbst aufräumt“ geschaffen ... Wer weiß, vielleicht ist er’s dieses Mal? Die Chancen stehen nach etwa 24 Stunden recht gut!

Und so bin ich vorgegangen:

1. Ich sammelte erst einmal alles ein, was in meinem und um mein gedachtes Büro alles heimatlos herumlag. Als Sammelbox diente mein Wäschekorb, was zugegebenermaßen nicht die beste Idee war. Aber dazu später mehr. Sammelobjekte waren all die Dinge, die nicht zum Büro gehören (das ja faktisch in meinem Wohnzimmer seinen Platz hat): Spielzeuge aller Arten und Größen, Rutschsocken, Stöckchen (!), aus Tuppergefäßen gebaute Gitarren usw.

2. Danach räumte ich (endlich, lang ersehnt!) meinen Schreibtisch komplett ab – bis auf Bildschirm und Rechner. Nachdem ich mein „Büro“ vor einiger Zeit mehr in die Mitte unseres Wohnzimmers gerückt hatte, diente die Arbeitsplatte (un-)praktischerweise als Ablagefläche für Briefe, Zettel, Kinderwerk- und spielzeuge und Kleinkram.

3. Es folgte das Abstauben und Abwischen.

4. Am Esstisch zerlegte ich dann den großen Briefestapel in Einzelhäufchen: Das gehört in den Ordner „Zettelwirtschaft“, das ist zu erledigen, das ist für meine Steuerberaterin, das ist für den Papierkorb.

5. Schließlich versorgte ich diese kleinen Häufchen direkt. Alles, was zu erledigen ist, kam in meine Monatsmappe (die mit der Unterteilung von 1-31). Dafür habe ich vor langer Zeit schon einmal eine Anregung von Susanne Roth (simplify organisiert) aufgenommen und einen „Aufgabenplan mit Zwischenablage“ angelegt. Das sieht im Konkreten so aus: Auf meiner Monatsmappe klebt eine Klarsichthülle, darin befindet sich mein tabellarischer Aufgabenplan. Dort trage ich z. B. für meinen Brief von der Krankenkasse den Ablage-Monat ein, die Priorität (A-C), was zu tun ist und unter welcher Ablagenummer ich den Brief wiederfinde. Ich nehme mir vor, eingehende Post entweder direkt zu bearbeiten oder dort abzulegen und an jedem Arbeitstag eine Nummer aus der Mappe zu bearbeiten, gleich am Morgen. Da fällt mir gerade ein: Heute habe ich es schon vergessen ...! Das fängt ja gut an!

6. Nachdem der Papierkram erledigt war, widmete ich mich den Dingen, die wieder auf meinen Schreibtisch sollten. Von einem simplify-Beitrag über das Feng Shui des Schreibtisches ist mir noch im Gedächtnis geblieben: Ein Symbol für meinen Wunschtraum auf die linke Seite, ebenfalls der Taschenrechner. Nach rechts kommt der Zeitplaner, darunter liegt mein Superbuch. Ansonsten durften auf meine Platte noch der Tesafilm-Abroller und eine Stiftebox sowie ein Untersetzer für meine Teetasse. Das war’s. Meiner Tochter habe ich erklärt: „Wir legen auf dieser Platte jetzt nichts mehr ab, was dort nicht hingehört.“ Auch mir selbst habe ich diese Regel auferlegt.

Ich muss sagen: Bisher macht sich mein Schreibtisch sehr gut! Allerdings dümpeln noch zwei Heimatlose auf unserem Esstisch herum (es war schon spät gestern Abend) und ganz viele in meinem Wäschekorb (dazu bin ich wirklich noch nicht gekommen!). Letzteres wirkt sich wiederum nachteilig auf die Wäschelogistik aus – solange ich keinen Korb habe, kann ich die Wäsche nicht aus dem Keller holen ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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