17.06.2014

Ernten oder säen?


„Bewerte jeden Tag nicht nach der Ernte, die du einfährst, sondern nach den Samen, die du säest.“ Dieses Zitat von Robert Louis Stevenson hat mich vor einigen Tagen erreicht. Spontan fand ich es sehr schön. Denn sind wir nicht oft damit beschäftigt, die Höhe der Ernte zu beurteilen? Und den Samen, den vergessen wir dabei ganz. Nun ist es aber so, dass man den Samen gemeinhin sät, um eine ordentliche Ernte einfahren zu können. Darum wäre es nur allzu logisch, die Ernte im Blick zu haben!

Ganz oft, vielleicht sogar mehrmals am Tag, passiert jedoch folgendes: Wir säen Samen, die wir gar nicht vorhatten zu säen! Hier lassen wir ein Körnchen fallen, dort ein Körnchen liegen. Jemand anderes sorgt dafür, dass daraus eine Pflanze wird, pflegt sie und erfreut sich daran. Manchmal beginnt der Samen auch bei uns zu keimen. Und manchmal wird nichts aus dem Sprössling, er verkümmert. Doch er war da! Vielleicht gibt es eines Tages ein Samenkorn, das von derselben Art ist – und es schafft, sich voll zu entwickeln!

Ist das nicht spannend? Ich habe ein schönes Beispiel dazu: Am Wochenende war ich auf Hilfe aus der Nachbarschaft angewiesen. Ich sprach jemanden an, den ich bisher nicht kannte. Er leistete mir Hilfe, und wir verbrachten insgesamt mehrere Stunden miteinander. Gegen Ende gesellte sich noch seine Frau dazu. Die beiden erzählten voller Freude von ihren außergewöhnlichen Hobbies, zeigten Bilder und konnten es kaum fassen, dass ich so großes Interesse daran hatte.

Die Ernte war an diesem Abend die Hilfe, die ich bekommen hatte. Doch ich habe auch etwas ausgesät: Durch mein Zuhören, meine Aufmerksamkeit, mein Interesse am Leben dieser Menschen. Wer weiß, was daraus erwächst?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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