06.05.2015

Es lebe das Ampelsystem!


Kennt ihr noch die guten alten Textmarker? Gerade habe ich einen gesucht, um wichtige Stellen in einem Ausdruck kenntlich zu machen. Doch meine Tochter findet sie so toll, dass sie aus meinem Aktionsradius leider verschwunden sind.

Habt ihr früher auch immer welche benutzt? Textstellen in neongelb, -pink oder -orange zu markieren konnte extrem hilfreich sein. Inzwischen ist es ein Leichtes, seine Markierungen im virtuellen Dokument direkt über die Schriftfarbe oder einen farbigen Hintergrund zu setzen.

Ich liebe Farben, weil sie Struktur geben, darum habe ich von Anfang an in meinen konzeptionellen Texten welche verwendet. Mit der Zeit hat sich das Anwendungsfeld der Farben erweitert auf Datei-Icons oder ganze Listen.

  • Ich muss eine E-Mail dringend am nächsten Tag bearbeiten? Dann färbe ich sie in der Posteingangsliste magentafarben ein.
  • Ich muss eine Rechnung, die ich per Mail erhalten habe, unbedingt überweisen? Dann färbe ich sie rot ein.
  • In meinen Kundenordnern steht „grün“ für ein abgeschlossenes Projekt und „orange“ für ein Projekt, das zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet wird. Alles, was weiß ist, ist gerade noch in Arbeit. Rote Projekte kommen so gut wie nie vor. Das sind die "nicht bezahlten".

Dieses Ampelsystem hat sich bewährt. Ich behalte den Überblick und weiß immer, woran ich bin.

Neulich war ich frustriert, weil in einem meiner Arbeitsbereiche überhaupt nichts voranzugehen schien. Mein Gefühl war: Nichts hast du wirklich abgeschlossen! Eines Tages hatte ich die Liste mit den einzelnen Unterprojekten als Dateiübersicht vor mir – und schiebte Frust. „Was wäre, wenn ich einfach mal das grün einfärbe, was schon fertig ist?“ Diese Idee kam mir spontan in den Sinn.

Wenige Sekunden später waren 3 von insgesamt 9 Unterprojekten grün – und schon sah die Liste nicht mehr so niederschmetternd aus! Ich habe meine Aufmerksamkeit auf das gerichtet, was schon erfolgreich zu Ende gebracht ist! Immerhin handelt es sich um ein Drittel!

Meine Motivation und meine Laune stiegen merklich an. Dies ist ein typisches Beispiel dafür, dass es hilfreich sein kann, das Glas als „ein Drittel voll“ zu betrachten und nicht als „zwei Drittel leer“ oder sogar „ganz leer“.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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