28.10.2015

Flohmarkt: Wer erzielt den besseren Preis?


„Durch den Austausch der Gaben der Erde sollt ihr Überfluss finden und zufriedengestellt werden.“ Dieser Satz entstammt dem Kapitel „Vom Kaufen und Verkaufen“ aus dem Buch „Der Prophet“ von Khalil Gibran. Ich habe es am Samstag auf dem Flohmarkt erworben. Für 1 Euro.

Damit war ich sehr zufrieden, denn das kleine Büchlein vermag mich sicher zu inspirieren bei meiner Arbeit!

Auch meine Verkäufe auf dem Flohmarkt stellten mich zufrieden. Ich hatte Gaben im Überfluss, und Menschen kamen, um sie für kleines Geld zu erwerben: Textilien, Vintage-Utensilien, Geschirr, Spielzeug, Bücher und sogar ein Möbelstück. Ich denke, dass ich etwa zwei volle Umzugskisten an Volumen verkauft habe.
Doch wie Gibran es so treffend formulierte: Zum Verkaufen gehört auch das Kaufen. Und so habe ich natürlich auch die eine oder andere Gabe erstanden. Ich werde sehen, ob ich damit für Überfluss (= Krempel, nach meiner Definition) in meinem Heim gesorgt habe!

Was habe ich diesmal von meinem Flohmarkt-Besuch gelernt?

Es ist deutlich zu unterscheiden zwischen Standbesitzern, die regelmäßig auf Flohmärkte gehen und solchen, die einmal im Jahr dort sind – wie ich. Während ich mein Zeug loswerden will, um es nicht mehr mit nach Hause nehmen zu müssen, haben die anderen den Vorteil des wiederholten Angebots: Was sie heute nicht verkaufen, können sie vielleicht morgen unter die Leute bringen.

Infolgedessen können sie höhere Preise verlangen. Sie werden sie bestimmt eines Tages bezahlt bekommen. Überhaupt scheint es für regelmäßige Flohmarktständler sinnvoll, sich auf eine bestimmte Warengruppe zu spezialisieren: Lebensberatungsbücher, Porzellanwaren, Holzfiguren, Werkzeuge, Computerspiele, Konsolen, Kinder-Bücher, antiker Schmuck und so weiter.

Mir ist aufgefallen, dass Besucherinnen und Besucher solche Stände zielstrebig ansteuern und sich lange daran aufhalten. Bei uns Eintagsfliegen ist zu viel „für die Mülltonne“ dabei, was ich am Samstag und Sonntag mehrmals von Vorbeischlendernden hörte (nicht nur an meinem Stand).

Das Gute am Flohmarkt: Ich muss meine Einnahmen nicht versteuern. Für viele andere Anbieter wird dasselbe gelten. Es kann also ein lukrativer Nebenverdienst sein, wenn man alle rechtlichen Fallstricke berücksichtigt und umgeht (siehe z. B. hier).

Mein Fazit: Die Gelegenheit zum Ballast abwerfen ist einfach zu gut, um sie verstreichen zu lassen! Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei bin – und das Wetter erneut mitspielt! Übrigens: Zwei Bücher habe ich am Ende des Tages an die Frau mit den Lebensberatungsbüchern verschenkt. „Und ehe ihr den Marktplatz verlasst, überzeugt euch, dass niemand mit leeren Händen seines Weges gegangen ist“, schrieb schon Gibran.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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