08.11.2011

Frauen unterwegs


Dem Navigationsgerät stehe ich ja gespalten gegenüber: Zum einen möchte ich gerne meinen Orientierungssinn pflegen, zum anderen ist es doch zugegebenermaßen sehr hilfreich. Erst am Wochenende waren eine Freundin und ich zu zweit unterwegs. Mehr als vier Stunden verbrachten wir im Auto. Wann haben wir schon mal die Gelegenheit so lange so ungestört reden zu können? Also quatschten wir, was das Zeug hielt oder sagen wir besser: solange die Stimmbänder mitmachten.

Daran konnte auch eine schwierige Straßenführung oder gänzlich unbekanntes Terrain nichts ändern. Wenn da nicht eine vergleichsweise leise Stimme im Hintergrund ab und zu einmal „jetzt rechts abbiegen“ gesagt hätte, wären wir verloren gewesen. Unser Erzähldrang war einfach nicht zu bremsen. Bei mir ging es sogar so weit, dass ich mir nicht einmal gemerkt hatte, wo unser Parkplatz war. Ich hätte ihn vermutlich nie wieder gefunden ... Hier half dann auch kein Navi, sondern das Verantwortungsgefühl der Fahrerin: Ist es das eigene Auto, achtet man vielleicht doch etwas mehr darauf, wo es geparkt ist.

Auf der anderen Seite bin ich gerade eine kleine Entdeckerin, die überall ihren Kompass auspackt. Besser gesagt die Kompassfunktion meines iPhones. Seitdem eine Kommilitonin und ich im Studium einmal einen Nordpfeil falsch auf ein Modell geklebt haben (das war vielleicht peinlich! Alle Modelle waren richtig genordet, nur unseres zeigte nach Süden ...), achte ich sehr auf die Himmelsrichtungen. Ich finde es ohnehin interessant zu schauen, wie die Menschen wohnen und nach welcher Richtung ihre Grundstücke, Häuser und Fenster ausgerichtet sind.

Meist weiß ich schon vor dem Besuch einer Wohnung, wo Norden und wo Süden ist. Das führt dann auch zu solch zielsicheren Aussagen wie: „Euer Balkon geht nach Osten raus, da habt ihr zum Frühstücken ja die Morgensonne!“ Und zu Antworten wie: „Stimmt, ja. Woher weißt du das?“ Tja, manchmal ist es eben ganz einfach, seine Mitmenschen zu verblüffen.

Doch eine Straße mithilfe meines Kompasses anzusteuern, wäre mir doch zu umständlich. Entweder ich werfe einen Blick verlässliches Kartenmaterial – oder ich leihe mir eben "Ingrid" aus ...


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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