04.06.2012

Früher war alles besser: Die einfache Raumgestaltung


Über diesen Beitrag im Hausfreund-Kalender von 1966 habe ich mich besonders gefreut, und er darf deshalb auch meine Blog-Serie beenden: „Kleine Zaubereien zur Aufteilung von Wohnräumen.“ Artikel wie „Kinder müssen richtig angefasst werden“ oder „Ehekummer muss geheimgehalten werden“ lasse ich nur allzu gerne außen vor.

Bei den „kleinen Zaubereien“ geht es darum, Räume aufzuwerten, indem man sie aufteilt. Bei großen Räumen nimmt das die Weite, und sie werden gemütlicher. Bei kleinen Räumen schaffen verschiedene Bereiche mehr Nutzungsmöglichkeiten.

Zur Aufteilung bieten sich laut Artikel an:

Bambusregale – sie galten damals schon als zeitlos. Und wie man im Internet sehen kann, sind sie auch heute noch zu haben! In großen Räumen könne man ein solches Regal sogar in die Mitte stellen oder von einer Pflanze beranken lassen.

Vorhänge aus „grobem Gittertüll“, anderen Stoffen oder („aus Großmutters Wohnung importiert“) sogenannte Perlvorhänge mit bunten Schnüren und Streifen. Ich schaue beim Lesen unweigerlich auf meine zwei Bambus-Vorhänge, die bei mir als Raumteiler von der Decke hängen. Davor steht bei mir ein kleines, niedriges Sideboard. Damit scheine ich alles richtig gemacht zu haben, denn: „Ein solcher Vorhang, ob durchsichtig oder nicht, macht einen festen Eindruck, wenn man einen Blumenkasten, ein niedriges Bücherregal oder auch nur eine Bank davorstellt.“

Ein Wandschirm („ ... den man früher ‚Paravent’ nannte“, ebenfalls aus „Großmutters Wohnung“): Er gilt als besonders praktisch und ist mehr als ein Raumteiler. Der Verfasser der „kleinen Zaubereien“ schlägt zum Beispiel vor, ihn mit der Tapete des Zimmers zu bekleben, wenn er kaum auffallen und diskret wirken soll. Wirklich simplify finde ich den Tipp, an der Innenseite des Paravents Haken, Fächer oder Taschen anzubringen: für „unzählige kleine Dinge, die sonst immer irgendwo herumliegen, z. B. Nähzeug, Spielsachen der Kinder, Reiseandenken, Hobbygerät und vieles andere.“

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass wir den Paravent vor einiger Zeit schon hier bei den Alltagshelfern vorgestellt haben!

Damit beende ich meine Reise in die 1960er-Jahre und bin ganz froh, wieder geradeaus blicken zu können: in die Gegenwart!

(Zitate aus: Hausfreund-Kalender 1966, Klambt-Verlag, Speyer, S. 76)


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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