17.01.2012

Garn-Bombardement im Diät-Kalender


Wie es der Zufall so wollte, bin ich vergangene Woche Besitzerin eines simplify-Abreißkalenders geworden. Es handelt sich um den Kalender „simplify your diet“ mit vielen Tipps rund um das Thema Ernährung und auch Bewegung. Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl ist ...

Da ich den Kalender etwas zu spät bekommen habe, riss ich am Sonntag erst einmal bis zum 15. Januar alles ab. Und las. Am 5. Januar stolperte ich mehrmals über die Überschrift: „Werden Sie zum Guerilla-Stricker“, steht dort. Zuerst glaubte ich an einen Blick-, dann an einen Druckfehler. Aber die vermeintlich richtige Alternative wollte mir auch nicht einfallen. Dort stand wirklich „Guerilla-Stricker“. Also las ich weiter. Guerilla-Stricker schmücken öde Städte beziehungsweise ihr Mobiliar (so nenne ich jetzt mal Laternenmasten, Poller, Statuen, Bäume oder Busse) mit bunten Stricküberziehern.

Von „neuem Trend“ ist die Rede. Au weia! Ich tappe immer noch im Dunkeln und merke: Dieser Trend ist irgendwie an mir vorbeigegangen! Vor allem hat der Kalender ja eine gewisse Vorlaufzeit. Das heißt, der Trend, den ich noch nicht einmal kenne, ist vermutlich schon wieder am abflauen!?

Und was man nicht kennt, dazu hat man auch kaum eine Vorstellung. Das betrifft zumindest mich und die Strickornamente der Guerillas. Deshalb gebe ich „Guerilla-Stricken“ bei Google ein und erhalte unter „Bilder“ endlich eine Idee davon, wie das mit dem heimlichen Strickwerk aussieht. Ich lerne, dass die Guerilla-Aktivistinnen und Aktivisten durchaus auch mal politisch sind, aber in jedem Fall Maß nehmen, stricken und bei Nacht und Nebel alles an Ort und Stelle zusammennähen. Oder so. Stricken war noch nie meine Stärke. Im Topflappenhäkeln war ich gut. Auch mit Makramee-Blumenampeln erfreute ich so manche aus meiner Verwandtschaft. Aber stricken?

Damit werde ich sicher nicht glücklich, auch nicht schlanker. Aber die Idee ist vermutlich die, sich Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung zu verschaffen. Mein Kalenderblatt schlägt übrigens vor, auch mal Tischbeine oder Vasen zu Hause in Strick einzupacken. Könnte witzig aussehen, wie man an den öffentlichen Strick-Graffitis sieht.

Sachen gibt’s!

Übrigens: Die Texanerin Magda Sayeg kam bereits 2005 auf die Idee, gegen ödes Beton und Stahl die Maschen aufzunehmen. Seither hat sie viele Nachahmerinnen gefunden. Guerilla-Stricken ist auch als Guerilla-Knitting, Urban-Knitting, Yarn Bombing oder weiches bzw. gestricktes Graffiti bekannt.


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captain_kirk am 23.01.2012
Wer gerne und viel strickt und häkelt, kann sich auch richtig nützlich machen: Verschiedene kleine ...
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Hans am 17.01.2012
An diesem weißen Fleck des Internets habe ich mir einen Kommentar verkniffen, weil ja jeder wissen ...
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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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