25.05.2012

Gehen diese Alltagshelfer in Serie?


Vorgestern erreichte mich eine Nachricht aus der Französischen Botschaft in Deutschland, genauer gesagt von ihrer wissenschaftlichen Abteilung. „Erfindungen, die den Alltag erleichtern“ lautete die Überschrift. Darin stellen die Verfasser drei Erfindungen vor, die beim Lépine-Wettbewerb 2012 auf der Pariser Messe mitgemacht haben.

Der Preis wurde 1901 vom damaligen Pariser Polizeipräfekten Louis Lépine ins Leben gerufen. Es wurden zum Teil bahnbrechende Erfindungen wie der Kugelschreiber, der Zweitaktmotor, der Fallschirm, die Waschmaschine, das künstliche Herz oder auch die Kontaktlinsen mit diesem Preis ausgezeichnet. Der Preis wird in jedem Jahr auf der Pariser Messe für eine originelle, nützliche und wirtschaftlich lebensfähige Erfindung verliehen. Ich vermute mal, einer der drei folgenden Alltagshelfer hat den Wettbewerb gewonnen – das geht aus der Meldung nicht hervor. Ich habe die einzelnen Produkte im Netz gesucht und werde darauf verlinken, sodass ihr euch selbst ein Bild machen könnt!

Der Bettbezug-Allein-Überziehen-Helfer

Wer noch nie in einem Bettbezug verschwunden ist, den linken Arm nach oben gestreckt, um gleichzeitig die Enden des Bettbezugs und die der Bettdecke festzuhalten und mit dem rechten Arm wutentbrannt versucht hat, die Bettdecke glatt zu ziehen, wird den Besucherandrang vor dem Stand des Erfinders der "Fixacouette" auf der Pariser Messe nicht nachvollziehen können.

Philippe Dubois, Kücheneinrichter für Spitzenköche, hat den Prototyp auf Bitten seiner Ehefrau entwickelt. "Es ist schwer, das allein zu machen, und da er keine Zeit hatte, mir zu helfen, habe ich ihn gebeten, mir etwas zu erfinden", erzählt sie. Philippe Dubois erfand also Fixierhilfen, die an beiden Seiten des Kopfendes am Bett befestigt werden und das Federbett und den Bettbezug festhalten. Auf diese Weise hat man beide Hände frei, um das Bett zu beziehen. Einige Hotels haben bereits ihre Zimmer damit ausgestattet (zwei Befestigungen kosten 20 Euro), um die Rücken der Zimmermädchen zu schonen.

Hier gibt es ein Video der Fixacouette zu sehen: Ehrlich gesagt habe ich das Prinzip noch nicht ganz verstanden bzw. die Vereinfachung, die dahinterstecken soll. Betten beziehen mit Kleinkind ist ohnehin ein Abenteuer, da würde mir auch keine Fixacouette helfen ...

Das drehbare Tisch-Bügelbrett

Ebenfalls zur Vorbeugung von Rückenschmerzen hat die Rentnerin Anna Chagnaud-Beer ein kleines, drehbares Bügelbrett erfunden, das Twisbee Board. Es hat keine Beine, wird auf den Tisch gelegt und kann nach Belieben gedreht werden. Das Bügelbrett ist mit einem Bezug versehen, auf dem Markierungen zeigen, wie die Hemden genau positioniert werden müssen, um sie korrekt zu falten. Das Twisbee Board kostet 170 Euro.

Hierzu gibt es ebenfalls ein Video sowie Konstruktionsansichten. Das hat mich überzeugt! Das Bügelbrett gefällt mir, vor allem, weil es nicht so viel Platz wegnimmt wie das olle große Ungetüm, das ich jedes Mal hinterm Schrank verstecken muss.

Die Löffelgabel

Auch die gekrümmte Gabel (4 Euro) von Daniel Jeandot feierte auf der Pariser Messe einen besonderen Erfolg. Mit ihr bekommt man so viele Erbsen in den Mund, wie mit einem Löffel. Daniel Jeandot ist Gärtner und isst oft mittags im Seniorenheim seiner Gemeinde. Es tat ihm leid, dass die Senioren Löffel statt Gabeln bekamen, was sie als entwürdigend empfanden.

Hier habe ich ein Bild dieser Gabel entdeckt. Im Bild links hinter dem Erfinder ist sie zu sehen: links eine normale Gabel und die Anzahl der Erbsen, die daraufpassen, in der Mitte ein Löffel voller Erbsen und rechts die Gabel von Jeandot mit den Erbsen. Ich finde, diese Erfindung ist an Einfachheit nicht zu überbieten! Außerdem bin ich gerührt von dem Anliegen, das Daniel Jeandot damit verfolgte.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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