07.12.2016

Gerümpel in Miniatur-Form


In den zurückliegenden Wochen habe ich mich viel mit Spielsachen beschäftigt, genauer gesagt mit ganzen Spielwelten. Das bleibt nicht aus, wenn man ein Kind hat und Weihnachten vor der Tür steht. Eine Bekannte hatte jede Menge Spielwelten von Playmobil® abzugeben – ein Piratenschiff, eine Schule, ein Wohnhaus samt Mobiliar, einen Bauernhof und vieles, vieles mehr.

Als ich dort war, um zu schauen, ob wir für uns noch etwas gebrauchen könnten, war ich erschlagen von der Zahl der Kleinteile. Hier ein Zaun und ein Blumentopf, dort ein Kätzchen, Meerschweinchen oder Gipsbein. Das waren nur fünf Beispiele aus Hunderten! Doch an diesem Tag war ich einfach nur froh über das Angebot, weil ich wusste, wie sehr sich meine Tochter über das eine oder andere freuen würde.

Am Wochenende entschied ich dann selbst, diverse Playmobil®-Welten, aus denen mein Kind herausgewachsen ist, vor Weihnachten noch zu verkaufen. Also leerten wir am Montag unsere Boxen mit allen Kleinteilen aus und suchten zusammen, was zusammen gehört. Besser gesagt: Ich fragte meine Tochter „Wozu gehört das?“ und hielt ihr ein winziges Teilchen vor die Nase. Sie antwortete sehr zielsicher, zu welcher Spielwelt oder gar Spielfigur ich es legen musste. Ihre Treffsicherheit hat mich beeindruckt! Ich hätte keine einziges Haarteil oder Accessoire zuordnen können.

Bei dieser Tätigkeit ist mir aufgefallen, wie viele Sachen so eine Playmobil®-Welt hat. Zahnpastatuben, Zahnbürsten, Cremefläschchen, Konservendosen, Tassen, Teller, Besteck, Kamm, Bürste, Haarspangen, Blumen in allen Variationen, Bücher, Fressnäpfe, Körbchen, Äpfel, Pfannen, Töpfe, Zeitschriften, Handtücher, Badeschwämme, Hüte, Muscheln, Spielsachen, nochmals Mini-Spielwelten mit Mini-Figürchen und und und. Mir wurde bewusst: Das hier, die vielen hundert Kleinteile, ist ein Abbild deines Lebens!

Mit einem Mal hatte ich praktisch unseren ganzen Hausrat in der Hand! Wohl wissend, dass ein Playmobil®-Badezimmer sicher weniger Gerümpel enthält als ein echtes Menschen-Bad. Das bedeutet: Die Menge hat mich erschlagen und zeitweise an Grenzen gebracht, und ich weiß, dass es in der realen Welt noch viel mehr Dinge gibt, die in unseren Schränken und Regalen Platz finden!

Stellt euch vor, wir würden alles, was wir besitzen, nach draußen schaffen und auf einen Haufen kippen. Wir würden zig Stunden damit zubringen, allem einen festen Platz zu geben. Und wir hätten keinen Plan oder keinen Einrichtungsvorschlag, in dem all unsere Sachen berücksichtigt wären. Nein, wir müssten selbst herausfinden, wo was hingehört.

Wie erfrischend reduziert ist doch so eine Playmobil®-Welt – trotzt ihrer vielen Details!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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