03.05.2012

Geschichten aus dem Leben - Woche 2: Auch wir selbst sind wichtig


Am Wochenende war ich länger mit dem Auto unterwegs. Seit neustem habe ich darin die Möglichkeit, CDs abzuspielen. Das begeistert meine Tochter und mich gleichermaßen. Deshalb nahm ich vor der Fahrt die erstbeste CD mit, die ich zu Hause greifen konnte: ein Vortrag des Psychologen Robert Betz mit dem Titel „Was bringt mein Herz zum Singen?“

Irgendwann geht es darin um die Frage, wie wir uns selbst sehen, wo wir mit uns selbst stehen. Sind wir uns selbst der beste Freund, die beste Freundin? Betz antwortet: „SIE sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben! Sie sind wichtiger als Ihre Kinder! Wichtiger als Ihr Partner!“ Was er meint, ist ganz einfach: Wir können nur dann gute Eltern, Partner oder was auch immer sein, wenn wir für uns selbst sorgen, uns lieben und achten.

Mich erinnerte das an eine Textstelle* in Rachel Naomi Remens „Aus Liebe zum Leben“, die mich einmal total überraschte. Remen erzählte gerade die Geschichte eines Menschen, der eine schwere Krebserkrankung überwunden hatte. Danach krempelte er sein Leben komplett um und begann, die Welt zu retten, indem er sich für den Umweltschutz engagierte. Er opferte sich regelrecht dafür auf, seine Frau und seine Kinder vergaß er darüber jedoch. Seine Frau wollte sich trennen, weshalb es zu einem Gespräch zwischen ihm und Rachel Remen kam.

Sie fragte ihn, ob es ihn glücklich gemacht habe, dem Leben zu dienen. Er verstand sie nicht: Dem Leben dienen sollte glücklich machen? Das bedeutet doch, Opfer zu bringen! Daraufhin offenbart Remen eines der für sie „fundamentalen Prinzipien wahren Dienens“, das „täglich weltweit in zahllosen Flugzeugen gelehrt“ würde. Als ich das las, wurde ich überaus neugierig. Was sollte das wohl sein? Ganz einfach: Der Hinweis, dass man bei absinkendem Luftdruck zuerst seine eigene Sauerstoffmaske anlegen soll, bevor man benachbarten Passagieren hilft. Denn niemand kann helfen, wenn er selbst bewusstlos wird!

Für Remen bedeutet das: Jedes Leben ist der Unterstützung und des Engagements wert – auch das eigene!

 

* Rachel Naomi Remen, „Aus Liebe zum Leben“, Einleitung zum ersten Teil, S. 29


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