20.03.2014

Glück, heute ist dein Tag!


Was ist eigentlich Glück? Seid ihr damit einverstanden, wenn ich sage, dass dies eine sehr persönliche Angelegenheit ist? Natürlich gibt es eine große Schnittmenge. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) schrieb vorgestern: Bereits ein Löffel Eis genügt, um Glücksgefühle im Gehirn auszulösen – das haben britische Hirnforscher vor kurzem herausgefunden. Ja, eine leckere Kugel Eis kann mich schon auch glücklich machen. Wie schön, dass das BIBB sich für eine neue dreijährige Berufsausbildung „Fachkraft für Speiseeis“ stark gemacht hat!

Das Happiness-Institut von Coca-Cola wertete verschiedene Studien aus, bei denen es um Lebensfreude geht. Feste feiern mit der Familie, Spieleabende, einfach mal entspannen oder sich mit Freunden treffen löse bei vielen Deutschen Glücksgefühle aus. Hier fällt es sicher auch leicht, sich wiederzufinden. Warum schreibe ich das? Nun, heute ist der Welttag des Glücks. Es lohnt sich also, einmal hinzuschauen, was uns selbst glücklich macht.

Ich bin momentan zum Beispiel sehr dankbar und glücklich darüber, so viele Menschen um mich herum zu wissen, die mich wertschätzen und unterstützen. Im Jahr 2003 gab es in simplify your life einen Beitrag über den chinesischen Schriftsteller und Kritiker Chin Shengtan ("Ist das vielleicht nicht Glück?", hier nachzulesen). Dieser hat im 17. Jahrhundert eine Aufzählung der glücklichsten Augenblicke seines Lebens hinterlassen, Augenblicke, „in denen der Geist unlöslich mit den Sinnen verbunden ist". In diesem Beitrag hatte Tiki Küstenmacher seine Leserinnen und Leser aufgerufen, eigene Glücksgeschichten zuzuschicken.

Das hier war der Rücklauf – vielleicht dient er euch als Anregung für den heutigen Tag und auch darüber hinaus:

Schlummern
Als ich noch auf dem Flughafen gearbeitet habe, musste ich morgens immer sehr früh aufstehen – obwohl ich von Natur aus Langschläfer bin. Nun kann ich (wenn ich möchte) so lange schlafen, wie ich will. Ist das vielleicht nicht Glück? Gabriele H.

Unendlichkeit
Mit unserem Teleskop kann ich einen winzigen Teil des gigantischen Universums sehen. Die Krater auf dem Mond, den Saturn mit seinen Ringen und Monden, die Andromeda-Galaxis als kleines Nebelchen. Ist das vielleicht nicht Glück? Uwe H.

Zurückversetzt
Heute ist der 23. Tag meiner Grippe-Erkrankung, die mir endlich klar macht, dass ich ausgebrannt bin. Ich stehe in der Küche und bin mit den letzten Vorbereitungen für das Mittagessen beschäftigt. Plötzlich fühle ich mich zurückversetzt in unser Haus in Südfrankreich, das ich vor 20 Jahren verlassen habe. Ich erlebe jenen inneren Frieden wieder, der mich damals erfüllt hat. Ein Zustand, den ich am besten mit den Worten umschreibe: nichts Besonderes. Ist das vielleicht nicht Glück? Josef W.

Mathe-Lehrer
Mathe-Stunde an meinem Geburtstag. Unser Lehrer setzte gerade an „Eure Hausaufgaben ...“, als ich meinte, dass ich doch Geburtstag hätte und ob wir nicht lieber nichts aufbekommen könnte. Er sagte o.k. Wir hatten einen hausaufgabenfreien Tag! Ist das vielleicht nicht Glück? Helen H. (damals 15)

Gönnen
Eine Liebesbeziehung wurde gelöst, ein anderer Partner wurde wichtiger. Nach 25 Jahren steht der damals Verlassene mit einem Strauß Sonnenblumen vor mir. Wir schwelgen in alten Erinnerungen und sind glücklich über die gemeinsam verlebte Vergangenheit. Gleichzeitig gönnen wir uns gegenseitig die voneinander getrennt gelebten guten Jahre. Ist das vielleicht nicht Glück? Ingrid G.

Das Auge des Vogels
Richtig ansteckend sind diese Glücks-Geschichten. Hier ist meine: Ich saß auf dem Balkon in der Sonne, sah auf die Eichen und Blumen im  Garten. Da setzte sich ein großer bunter Vogel auf das Geländer und schaute mich an. Das war für mich ein sehr glücklicher  Moment. Seit dieser Zeit weiß ich, wie Eichelhäher aussehen. Ist das vielleicht nicht Glück? Reni  F.

Ein Paar Schuhe
Vor vielen Jahren schickte mir meine Mutter einen 50 DM-Schein, damals recht viel Geld. Dabei lag ein Zettelchen: „für etwas Unnötiges.“ Ich kaufte mir ein Paar verrückte Schuhe, die ich mir bei unserer Finanzlage nicht geleistet hätte. Ich trug sie mit Freuden und ohne das geringste schlechte Gewissen viele Jahre lang. Ist das vielleicht nicht Glück? Gudrun H.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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