17.12.2013

Glückszutat eins: Die Einstellung


Eigentlich wissen wir das doch: Wer optimistisch durchs Leben geht, die positiven Dinge sieht, dem widerfährt viel Gutes. Wer dagegen stets pessimistisch ist und das Schlimmste vermutet, der wird auch nur die schlimmen Dinge wahrnehmen. Bei dem ersten Mann auf der Liste des jungen Mannes in „Die zehn Geheimnisse des Glücks“ von Adam Jackson geht es um genau das: Wir selbst bestimmten, wie glücklich wir sein wollen. Wenn wir nur die Misserfolge und die Unzufriedenheit betrachten – bitteschön! Dann bekommen wir auch nur das!

Also, wie gesagt: Wir wissen, wie das funktioniert. Und trotzdem gehen wir oft mit negativen Einstellungen durchs Leben. Das nährt unser Unglück! In dem Film „Das Streben nach Glück“, der die wahre Geschichte des einst obdachlosen Börsenmaklers Chris Gardner erzählt, gibt es eine Szene, in der Will Smith als Gardner seinem Sohn ausredet, noch weiter Basketball zu trainieren. Er selbst sei nie gut darin gewesen, hätte es aber immer versucht. Das sei pure Zeitverschwendung gewesen. Und da der Kleine sein Sohn sei, könne er es ja auch nicht können ... Hätte Smith an dieser Stelle seine Aussage nicht unmittelbar korrigiert, wäre sein Filmsohn mit der Einstellung „Ich werde nie gut Basketball spielen können, weil das schon mein Vater nicht konnte“ ins Leben hinausgegangen.

Ich selbst kenne die Strategie gut, mein Licht unter den Scheffel zu stellen, damit ich nicht von mir selbst enttäuscht bin, wenn es mal nicht so läuft, wie es laufen könnte. Und natürlich, damit ich auch niemanden sonst enttäusche. Als Jugendliche wählte ich sehr oft diese Strategie. Inzwischen bin ich davon zum Glück etwas abgekommen.

Was Jackson zu seiner ersten Glücksregel schreibt, ist: Wenn wir immer nach den falschen Dingen schauen, denen, die uns nicht gut tun, dann übersehen wir die anderen. Die, von denen wir Gutes erfahren. Die, die das Beste für uns sind. Selbst, wenn uns ein schlimmes Schicksal ereilt, können wir versuchen, darin das Positive zu sehen.

Ich habe vor kurzem einen privat gedrehten Film über eine Frau gesehen, die ihre drei Kinder und ihren Mann bei einem Autounfall verloren hat. Sie wirkte unheimlich gefasst. Sie müsse das als Chance begreifen, sagte sie. Sonst hätte das keinen Sinn, dass mit einem Mal ihre ganze Familie ausgelöscht worden sei. Ganz ehrlich: Ich wüsste nicht, ob ich nach solch einem Verlust das Positive sehen könnte! Als ich mich mit einer Frau unterhielt, die diese Mutter kennt, versuchte diese, mir ein ganz anderes Bild zu vermitteln. Dass es nicht normal sei, sein Leben einfach weiterzuleben. Dass irgendwann die Realität über die Witwe hereinbreche. Dass es ihr bestimmt bald ganz schlecht gehen werde. Dass sie nicht weiter in ihrem alten Haus werde leben können. Ich weiß nicht. Auf mich wirkte die Mutter authentisch und durchaus realitätsnah. Ich bin sicher, dass sie viel Trauerarbeit macht. Doch bei all dem vergisst sie nicht, dass sie noch am Leben ist. Dass dies einen Sinn haben muss. Dem ist sie bereit nachzugehen.

Also, Jacksons Appell lautet: Die guten Dinge im Auge behalten, sich fragen, was gerade alles stimmt im Leben, sich fragen, was man Positives aus einer vermeintlich schlimmen Sache lernen kann, und – ganz wichtig – sich selbst die Erlaubnis geben glücklich zu sein!

Tiki Küstenmachers Tipp dazu (aus: Reichtum: Das Paradoxon des Glücks): Das Glückstagebuch ist einer der effizientesten Wege zu einer optimistischeren Weltsicht. Schreiben Sie mindestens 1-mal pro Woche auf, wofür Sie dankbar sein können, von den ganz kleinen Dingen bis zu den großen.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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