21.08.2015

Hallo, wer schreibt denn da? Über namenlose Beiträge im Netz


Die Zeiten ändern sich. Sehr schnell, wie ich feststelle! Als ich vor 15 Jahren meine Ausbildung zur PR-Redakteurin begann, lernte ich eines gleich zu Beginn: Namen von Menschen schreibt man in voller Länge aus! Ich durfte also weder M. Mustermann schreiben, noch Max M. oder etwa nur Max. Ein reines „Mustermann“ kam nur in Ausnahmefällen vor. Wenn ein Vorname nicht bekannt war, musste ich mich auf die Suche machen, solange bis ich ihn gefunden hatte.

Deswegen lege ich noch heute großen Wert darauf, die Leute beim Namen zu nennen. Doch zurzeit fällt mir auf, dass dies im Netz manchmal unglaublich schwer ist:

  • Es gibt Webseiten, auf denen suche ich vergeblich den Menschen dahinter. Ein Impressum finde ich nur als Untermenüpunkt auf irgendeiner Seite.
  • Nicht, dass ihr mich falsch versteht: Manchmal sieht man den Menschen ganz groß auf der Startseite oder mit einem kleinen Bildchen am Rand. Doch einen Namen dazu sieht man nicht.
  • Ich lese Blog-Beiträge, ohne dass ich erfahre, wer hier gerade schreibt. Weil es auf der Blog-Seite nirgendwo steht. Suche ich weiter, finde ich maximal den Vornamen.
  • Wenn ich einen Beitrag kommentieren will, passiert es mir regelmäßig, dass ich erst einmal eine gefühlte Ewigkeit nach dem Absendernamen suchen muss. Doch ich will diesen ja in meinem Kommentar direkt ansprechen! Das habe ich schließlich so gelernt ...
  • Manchmal steht nicht einmal im Impressum ein vollständiger Personenname, sondern nur eine Firma.

Ist ein Name heutzutage nichts mehr wert? Ich vermute, wir scheuen uns bewusst zu viel von uns preiszugeben. Denn dann sind wir angreifbar. Dann ist es eben nicht nur die Andrea, die einen unmöglichen Beitrag geschrieben hat, sondern die Andrea von der Tasten, die in Bloggerhausen lebt.

Ehrlich gesagt habe ich das selbst schon alles durch:

  • Als ich mit dem Bloggen begann, war mir das auch unangenehm so viel von mir preiszugeben.
  • Als ich meine ersten Websites ins Netz stellte, wollte ich am liebsten keine Adresse hinterlegen. Als Freiberuflerin und Selbstständige blieb mir jedoch nichts anderes übrig.

Ich war ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass jeder einen Beitrag in MEINEM Blog auch mit MIR in Verbindung bringt! Doch wenn ich ihn bei Facebook teile und damit aus meinem Seitenzusammenhang reiße, weiß niemand, dass er von mir ist. Es sei denn, der Leser kommt auf die Idee und hat die Zeit, sich meine Seite genauer anzusehen!

Was habe ich also gemacht? Ich bin gleich in meinen Blog und habe per Hand noch meinen Namen unter die Überschrift gesetzt!

Mein Appell an euch, die ihr vielleicht auch das eine oder andere im Internet veröffentlicht: Schreibt gut sichtbar euren Namen dazu! Und wenn es nur euer Vorname ist.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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