02.09.2011

Heute erleben wir ein Abenteuer!


Diese Woche erfüllte ich mir einen lang gehegten Traum: Ich besuchte ein Freilichtmuseum in der Region, in der ich aufgewachsen bin. Es muss schon fast 20 Jahre her sein, dass ich dort war. Ich liebe Freilichtmuseen, wollte also schon lange mal wieder dorthin. Nun ergab es sich diese Woche, dass ich Zeit dafür hatte. Ich habe aber auch ein kleines Kind – und war in Sorge, dass es ihr langweilig werden könnte.

Mir fiel eine Haltung ein, die mir Alexa einmal empfohlen hatte: „Ich erzähle meinen Kindern gerne, dass wir zu einem Abenteuer aufbrechen. Kinder lieben Abenteuer!“ Also machte ich den Besuch des Freilichtmuseums zu einem Abenteuer. „Hier darfst du überall reingucken“, kündigte ich vorher an. Das ist schon mal gut für neugierige Kinderaugen. Als wir ankamen, stiegen wir vom Buggy um in einen Bollerwagen – der hat ja an sich schon etwas Abenteuerliches. Ein Glück, dass immer mehr Einrichtungen für kleine Gäste so etwas anbieten. Ich war sehr dankbar!

Erste Station machten wir beim Kräutergarten. Dort stand „Kräuter zum Anfassen“. Das taten wir dann auch fleißig: Wir ließen Kräuter-Blätter durch unsere Finger gleiten und versuchten zu erraten, was das sein könnte. Die Ergebnisse waren – ja, klar – abenteuerlich!

Nach einem kleinen Fußmarsch (ich Fuß, sie Bollerwagen) kamen wir dann ans erste Haus – ein Kelterhaus. Ein Glück – meine Tochter hatte einen Tag zuvor noch gefragt, was denn Opas Weinkelter für ein Gerät sei. Hier standen die Vorgängermodelle. Außerdem hatte der Kindergarten schon mal eine Apfelsaft-Press-Aktion – solch eine kleine Presse stand ebenfalls im Keller des mittelalterlichen Hauses aus. Beim Anblick des Kessels im riesigen Kamin erinnerte ich sie an ein Märchen, was wir vor kurzem gelesen hatten – und schon war sie Feuer und Flamme. "Mama, ab jetzt darf ich immer als erste in ein Haus laufen, ja?" Klar!

Zwei Häuser und ein längerer Fußmarsch weiter kamen wir an eine Mühle. Drinnen roch es auch wie in einer echten Mühle. Als wir so dastanden und alles anschauten, guckte eine niedliche Ratte über den Rand des Fülltrichters. Meine Tochter rief: „Mama, guck, eine Maus!“ Und dann kam eine Ratte nach der anderen munter und neugierig blickend aus dem Trichter heraus, krabbelte eine Ebene tiefer und flitzte irgendwann über den Boden und durch ein kleines Loch in der Wand nach draußen ins Wasser. Wir wurde es leicht unbehaglich bei dem Gedanken, dass mir gleich eines dieser Tiere über die Füße rennen könnte. Aber zum Glück blieben die kleinen Nager, die zugegebenermaßen sehr hübsch aussahen, hinter der Absperrung. Als keine Ratte mehr nachkam, gingen wir wieder nach draußen. „Gell, Mama, das ist ein Abenteuer!“ Jawohl, die Ratten kamen wie bestellt!

Es kreuzten dann noch Gänse, Hühner, altes Kinderspielzeug, Plumpsklos, Gucklöcher, Kletterbäume, Bienenstände und ein Spielplatz unseren Weg. Obwohl wir irgendwann ziemlich platt und müde am Auto ankamen: Dieser Tag war ein Abenteuer! Wer hätte das gedacht …


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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