23.11.2016

"Hier ist die Mailbox von ..."


Inzwischen wissen unsere Handys so ziemlich alles, was man über uns wissen kann und muss. Neulich hörte ich im Radio, dass man sogar anhand der Spuren in den Ritzen des Smartphones herausfinden kann, welche Krankheiten wir hatten, wo wir uns aufhielten und was wir aßen. Was mich betrifft, so hoffe ich, das interessiert niemanden ... Handys speichern auch von selbst Telefonnummern ab, die sie sich aus unseren PC-Kontakten herauslesen.

Wozu also noch irgendetwas selber machen? Ein paar Grenzfälle gibt es schon noch, zum Beispiel den einer Freundin, die mir schrieb: „Hallo Dunja, ich habe jetzt eine neue Nummer.“ Diese folgte der Nachricht. Leider stand nirgendwo, wer Absender dieser SMS war, denn sie wurde von der „neuen Nummer“ aus geschickt. So musste dann ich handeln, denn so schlau ist mein Handy zum Glück noch nicht. Ich schrieb zurück: „Und wer bist du?“ Danach kam die Auflösung.

Rätselhaft (und unpersönlich zugleich) sind auch die vielen Mailbox-Ansagen, die da lauten:

„Dies ist die Mailbox von null eins zwei drei vier – fünf sechs sieben acht neun eins.“

oder

„Zurzeit ist niemand erreichbar. Sie können nach dem Signalton eine Nachricht hinterlassen.“

Bei wem bin ich denn gelandet? Wem spreche ich gleich aufs Band? Vielleicht kenne ich die Person oder Institution gar nicht, weil ich mich vertippt habe? Ja, es kommt noch vor, dass ich Nummern selbst eintippe oder zum ersten Mal anwähle. Es kommt auch vor, dass Leute ihre Handy-Nummern wechseln, aber die alte Nummer noch über solch eine schöne Ansage erreichbar ist.

Erst heute Morgen hatte ich einen wichtigen Anruf zu tätigen. Es war niemand erreichbar, dafür forderte mich eine Allerweltsmailboxansage auf, nach dem Signalton zu sprechen (Beispiel 2 oben). Eine schlechtere Lösung gibt es nicht, wenn man möchte, dass Nachrichten zu einem durchdringen und gerne aufgesprochen werden.

Wer meine Mailbox anruft, egal ob Festnetz oder Handy, hört meinen Namen. So weiß die Person direkt: „Ich wollte Herrmann anrufen, also bin ich bei Herrmann richtig.“

Was ist das nur, dass andere so unpersönlich werden? Nachlässigkeit? Eine Technikhürde? Der Versuch anonym zu bleiben in einer fast gläsernen Welt? Oder bin ich gar ein Dinosaurier, weil ich nicht über Whatsapp-Gruppen oder Videonachrichten kommuniziere? Vielleicht hat jemand von euch eine Antwort darauf.

Meine Empfehlung lautet jedenfalls: Ruft euch mal selbst an und personalisiert eure Mailbox. Das ist simplify, zumindest für diejenigen, die euch anrufen wollen!


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

simplify your life

Holen Sie sich mit dem gedruckten Beratungsbrief "simplify your life" jetzt das echte simplify-Erlebnis. Hier die aktuelle Ausgabe und GRATIS-CD sichern.

Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!