18.08.2011

Hilfe zur Selbsthilfe – Woche 16


Meine Freundin Ellen will sich beruflich verändern. Wir reden schon die ganze Zeit darüber. Ellen ist bei einem großen Unternehmen beschäftigt, wird ständig versetzt. Sie ist überall und nirgendwo zu Hause. Der Job liegt ihr zwar, aber die ganzen Rahmenbedingungen zermürben sie. Ende vergangenen Jahres kam dann die Diagnose: Burnout.

Als die akute Phase vorüber war, widmete sie sich intensiv der Frage: Was will ich eigentlich machen? Welcher Beruf erfüllt mich? Was ist meine Berufung? Sie las sich durch eins, zwei Ratgeber und nahm sich einen Privat-Coach – dann stand IHR Berufsbild fest. Jetzt geht’s an die Umsetzung!

Ellen weiß also, was sie machen will. Sie weiß aber auch, dass sie nicht von heute auf morgen kündigen und ihren Job fallen lassen kann. Oder doch? „Ist dir die finanzielle Sicherheit sehr wichtig?“, fragte ich sie und wusste auch schon gleich die Antwort. Klar. Sie hat zwei Kinder in Ausbildung, die sie finanziell unterstützen will. Und sie hat keine große Sparsumme, um Durststrecken überbrücken zu können. Oder doch?

Bei den vielen Gesprächen mit ihr wurde mir klar: Ihr ist gar nicht bewusst, wie viel Geld sie zum Leben braucht, wie lange sie von ihrem Ersparten und Abfindungen oder Zuschüssen leben könnte usw. Sie weiß nur: Wenn sie den Job hinschmeißt, hat sie weniger zur Verfügung. Und das macht ihr Angst. „Das blockiert dich total“, fiel mir auf. „Weißt du, was dir gut täte?“, fragte ich sie, „Du brauchst einen Überblick über deine Finanzen, um dein Risiko erstmal einschätzen zu können. Weißt du denn, wie viel du im Monat für Lebensmittel ausgibst?“ „Nö. Aber viel brauche ich ja nicht zum Leben.“ „Das kommt dir nicht viel vor“, sage ich, „aber was ist mit dem Katzenfutter, den Zigaretten, den Pizzaabenden mit deinen Kindern?“ „Stimmt. Da kommt ja vielleicht doch was zusammen!“

Ich merke, dass bei ihr ganz viele große Fragezeichen auf der Stirn stehen. Ich sehe auch, wie blockiert sie ist. Deshalb frage ich sie: „Würde es dir helfen, wenn dich jemand bei diesem Prozess begleiten würde?“ „Ja, total. Mein Arzt sagte ja auch, ich solle mir Unterstützung holen.“ Also gut. Da ich ja schon 15 Wochen (plus die Haushaltsbuch-Monate) Erfahrung im „neuen“ Geldmanagement habe, biete ich ihr meine Hilfe an, damit sie einen Überblick über ihre Finanzen bekommt.

Erste Hausaufgabe für sie: ein Haushaltsbuch führen. Ich habe ihr den kostenlosen Web-Budgetplaner der Sparkasse empfohlen. Damit habe ich sie in die neue Arbeitswoche geschickt – mal sehen wie’s geklappt hat!

Und ich? Ich habe einen entspannten August. Nicht so viele Autofahrten und sonstige Ausgaben – meinen Budgets geht es mal so richtig gut!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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