23.04.2012

Ich hab' wohl doch nichts zu verschenken ...


Heute ist Welttag des Buches und ich darf 30 Bücher verschenken! Jedenfalls war das so angedacht ... Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag „Ich hab’ was zu verschenken“: Ich habe mich als Buch-Schenkerin registriert und drei Bücher ausgewählt, die ich gerne lesefreudigen Menschen in meinem Umfeld schenken möchte. Neulich kam die Mail, dass mein Buchpaket nun bald in einer nahegelegenen Buchhandlung zur Abholung bereitsteht.

Zugeteilt wurde mir der Roman „Chuzpe“ von Lily Brett. Da ich am Wochenende eine Fortbildung besuchen wollte (= potenzielle Leserinnen für meine Bücher), fuhr ich am Freitag noch schnell in die Stadt, um die Romane abzuholen. Vorher wollte ich meinen Abholschein ausdrucken, stellte dann aber fest: Es gibt keinen! Also sagte ich in der Buchhandlung brav meinen Namen. „Welches Buch sollen Sie denn bekommen?“ „Chuzpe“, antwortete ich leise. Ob ich das jetzt wohl richtig ausgesprochen hatte? Na ja, sie konnte ja ansonsten einfach nach meinem Namen gehen ...

„Moment mal, ich schaue hinten im Lager nach“, sagte die Buchhändlerin. Als sie nach einer Weile zurückkam, stand sie ohne Bücherkiste vor mir. „Tut mir leid, aber Chuzpe ist schon weg. Wir haben nur noch andere Bücher da.“ „Ahah! Und nun?“, wollte ich wissen. „Dunja Herrmann ist mein Name. Sie können ja noch mal nachschauen.“ „Das geht nicht“, bedauerte die Frau. „Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat gesagt: Wir machen es euch ganz einfach! Ihr kriegt die Pakete, und die Leute sagen euch, welche Bücher sie bekommen sollen. Mehr Informationen braucht ihr nicht. So habt ihr am wenigsten Arbeit damit.“

„Ach so! Das ist für mich jetzt aber ungünstig, wo ich doch morgen die ganzen Bücher verschenken will!“ „Ja, ich kann Ihnen auch leider keine anderen mitgeben“, bekam ich zur Antwort. „Aber warten Sie, ich schreibe mir Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf. Vielleicht hat ja jemand aus Versehen die falschen Bücher abgeholt. Das hatten wir heute Morgen auch schon mal.“ Ich fragte mich lautlos, wie man es hinkriegt, ein anderes Buch abzuholen als das, wofür man eine Benachrichtigungsmail erhalten hat – und das dann auch noch zu merken. Aber gut. „Sie kriegen auf jeden Fall Bücher“, sagte die Buchhändlerin. „Ich kann Ihnen nur nicht sagen, welche. Eine Kiste wird wohl übrig bleiben.“

Ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet MEINE Buch-Schenk-Aktion einen solchen Verlauf nimmt? Als hätte jemand gewusst, dass ich für den Welttag des Buches noch ein passendes Blog-Thema brauchte ... Ob ich also 2012 wirklich eine große Buch-Schenkerin sein werde? Und wenn ja, welches Buch werde ich dann verschenken dürfen? „Der Name der Rose“ hatte sie noch im Lager. Oder „Die Vermessung der Welt“. Mal abwarten.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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