27.10.2011

Ich könnte ausflippen vor Wut! - Tipi-Woche 2


Wenn ich anderen Menschen von Tipi erzähle, spreche ich an, dass sie damit Ängste und Depressionen auflösen können. Dass sie alte Muster durchbrechen können, wenn sie zum Beispiel wütend oder aggressiv reagieren. „Dann sollte mein Chef mal Tipi machen!“, sagte neulich eine Bekannte. „Habe ich vor irgendetwas Angst?“, fragte sich eine andere. „Hm, ja! Höhenangst habe ich!“ Die nächste sagte: „Ich habe Angst vor Spinnen.“ Eine andere meinte: „Und ich vor Schlangen, aber die treffe ich ja zum Glück nur selten.“ Keine dieser Bekannten sagte zu mir: „Hey, diese Angst würde ich gerne mal loswerden!“

Das irritierte mich. Bei einer Freundin klang die Reaktion auf Tipi neulich ganz anders: „Dunja, ich will Tipi machen! Ich musste nämlich vor einer Woche mit meinen Kindern zum Zahnarzt. Das war die Hölle für mich! Schon als ich die Tür aufmachte, wäre ich am liebsten wieder umgekehrt!“ Sie hatte ganz frisch eine Situation erlebt, in der ihre Angst in den Vordergrund trat.

Oft leben wir mit unseren großen und kleinen Ängsten aber schon so lange, dass sie uns gar nicht (mehr) bewusst sind. Das belegen übrigens auch Befunde aus den Neurowissenschaften. Jeden Tag begleiten uns unsere Ängste, Blockaden, Hemmungen – und wir fühlen uns damit mal mehr, mal weniger unwohl. Wir sind gereizt, flippen aus, ziehen uns zurück, sind antriebslos oder einfach unzufrieden mit der Gesamtsituation. Aber: Wir haben uns arrangiert und glauben deshalb, im Leben halbwegs gut klarzukommen. Auch wenn die Ehe in die Brüche geht, die Kinder sich abwenden, der Chef ein Ekel ist. Wir würden es ja gerne anders machen, ABER ...

Manchmal sind wir einen Schritt weiter und versuchen, unsere Schwierigkeiten auf intellektuellem Wege zu ergründen: „Jetzt habe ich schon wieder so heftig reagiert, als der Kollege Meier mich kritisierte. Warum ist das nur so? Welchen wunden Punkt trifft er da?“ Über den Verstand mit unseren Ängsten in Kontakt zu kommen und ihren Ursprung zu finden, ist sehr mühsam und oft erfolglos. Neue Erkenntnisse zeigen dagegen, dass es nicht unser Intellekt, sondern unsere Körperempfindungen sind, die uns direkt und sehr präzise zur Wurzel unserer Schwierigkeiten führen können. Dabei hilft uns Tipi.

Hier einige Beispiele für emotionale Schwierigkeiten, die wir mit Tipi identifizieren und dauerhaft auflösen können:

  • bei Angst vor Dunkelheit, Wasser, der Tiefe oder vor Geschwindigkeit,
  • bei Angst sich schmutzig zu machen oder sich anzustecken
  • bei Angst mit Auto, Straßenbahn, Zug oder Schiff zu fahren oder zu fliegen
  • bei Angst vor Menschenmengen, den Aufzug zu benutzen, Platzangst oder davor, die Wohnung zu verlassen
  • bei Angst vor Hunden, Mäusen, Spinnen, Schlangen, Insekten
  • Wenn wir uns bei einem Vorhaben blockiert oder gehemmt fühlen oder wenn wir in bestimmten Situationen wie gelähmt sind, unfähig zu handeln oder etwas anders zu machen:
  • bei einer öffentlichen Rede
  • in Prüfungssituationen
  • beim Kennenlernen von Menschen
  • in Wettkampfsituationen
  • Wenn wir Angstattacken haben,
  • Angst haben zu sterben oder
  • uns nicht mehr kontrollieren zu können
  • Wenn wir wegen Kleinigkeiten wütend werden und es fünf Minuten später schon bereuen,
  • wenn wir stets gereizt reagieren oder gar aggressiv werden
  • Wenn wir die Lust am Leben verloren haben,
  • uns energielos fühlen,
  • keine Perspektive mehr sehen,
  • wenn uns nichts zufriedenstellen kann

Also ich persönlich erkannte mich an der einen oder anderen Stelle wieder ... So führte mich mein Weg schließlich zu Tipi, das hierzulande noch recht unbekannt ist. Wie kann ich Tipi machen? Dazu gibt’s nächsten Donnerstag mehr. Das Gute daran ist, dass wir es auch selbst mit uns durchführen können!

Entdecken Sie die Geheimnisse des Körpers in Tipi-Woche 3


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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