19.05.2012

Ich steige um auf Lehm


Wir Menschen brauchen immer mehrere Impulse, um eine Sache in unser Leben zu integrieren. Je öfter wir von etwas hören, aus unterschiedlichen Quellen, desto eher sind wir bereit, uns selbst damit zu beschäftigen. Vermutlich ist so auch zu erklären, dass nachhaltiger oder fairer Konsum immer stärker in unser Bewusstsein dringt. Die Medien tragen ihren Teil dazu bei.

Wir erinnern uns noch an den Film „Taste the Waste“ und was er bei vielen Betrachtern auslöste – ob sie nun vorher schon bewusst konsumierten oder nicht. Diese Woche hat der Fernsehsender Pro 7 zum 4. Mal seine „Green Seven“-Woche, in der sich thematisch alles um Ökologie dreht. In ihren Markenchecks untersucht die ARD regelmäßig, wer seine Produkte wo unter welchen Bedingungen herstellen lässt. 

Mode, nachhaltig produziert, fristet schon längst kein Nischendasein mehr. Für meine Recherche begegnete ich bei gluecksstoff.de Kleidungsstücken, die zum Teil mit Lehm eingefärbt werden und wirklich ansehnlich sind! Lediglich mein bereits erschöpftes Frühjahrsbudget für Kleidung hinderte mich daran, ein T-Shirt zu bestellen - es lag schon im Warenkorb ...http://www.gluecksstoff.de/ Doch was mich eigentlich dazu veranlasst hat, diesen Beitrag zu schreiben, sind kleine Hinweise auf Produkten: Geben Sie diesen Code im Internet ein, und Sie können sehen, wo dieses Produkt herkommt. Ich stelle fest: Das World Wide Web macht es uns heute einfach, den Weg eines Lebensmittels oder eines Kleidungsstücks zurückzuverfolgen – zumindest in Teilschritten. Das weckt Vertrauen, stärkt Bewusstsein, und so ist es offensichtlich auch gedacht.

Ich habe diese Woche eine Dose Thunfisch gekauft, auf deren Verpackung ein Tracking-Code vermerkt ist. Unter www.followfish.de kann ich herausfinden, wo genau mein Fisch herkommt. Strenggenommen erfahre ich das bereits, wenn ich die Texte auf dem Umkarton lese. Dort steht „Wildfang aus dem indischen Ozean, Malediven; Fangmethode: Angelruten-Fischerei“. Trotzdem schaue ich im Internet nach, wo alles noch einmal sehr ansprechend aufbereitet ist.

Außerdem kaufte ich noch einen Bund Rosen beim Discounter ein. Fairtrade-Rose. Dort finde ich ebenfalls einen Code, mit dessen Hilfe ich herausfinden kann, woher meine Blume kommt. Diesmal ist es nicht ganz so einfach. Zuerst muss ich auf die Präsenz von www.info.fairtrade.net, von dort weiter auf die deutsche Fairtrade-Site, wo ich dann meinen Code eingeben kann. „Diese Fairtrade-Rose stammt von der Penta Flowers Blumenfarm zwischen Nairobi und dem Ol Donyo Nationalpark“, kann ich dann lesen. Außerdem erfahre ich in Kurzform mehr darüber, wie die Blumen zum Discounter kommen. Und es gibt einen zusätzlichen Text über die Penta Flowers Blumenfarm.

Angesichts so vieler Impulse wird es immer leichter, bewusst zu konsumieren. Ich beende meinen Blog heute mit den Worten, die auf den „Anpacken“-Tanktops oder -T-Shirts von greenality.de (Klamotten fair & bio) stehen: „We can change the world but we have to move our lazy asses.“

Sehr lesenswert ist übrigens der Greenality Steckbrief ...!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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