04.04.2012

IMG_2135 – Was nun?


Was waren das noch für Zeiten, als man Abzüge von Bildern in Fotoalben klebte! Heute knipst man sich die Diashow am PC- oder Fernseh-Bildschirm an oder macht so etwas Wohlklingendes wie Scrapbooking ... Na ja, einen Vorläufer davon hatte ich vorgestern in der Hand – ein selbstgebasteltes Album, mit zerschnittenen Postkartenmotiven verziert. Alle paar Seiten habe ich eine Landkarte eingeklebt, damit ich nachvollziehen kann, wo wir bei unserer Studien-Rundreise überall Halt gemacht haben. Bei drei bis fünf Stopps pro Tag war das notwendig!

Ich erkenne heute noch, wer welche Bilder gemacht hat: Die matten waren von mir, die hochglänzenden von einer Freundin. Das Album ist eines der wenigen, die ich noch besitze. Eine abgeschlossene Reise ergibt ein Fotobuch. Die Reisen, die danach kamen, habe ich zwar auch mit einer analogen Kamera festgehalten. Aber, wie es damals „in“ war, die Bilder nur auf eine CD brennen lassen. Ausdrucke davon existieren nicht. Dafür gibt es massenweise Bilder auf CD. Ich habe mir nie die Mühe gemacht, sie auszusortieren und zum Beispiel das schönste Bild des „Bauerngartens im Alpenland“ oder der „Kathedrale in sonst wo“ in einen neuen Ordner zu verschieben. Ich schaue mir die Bilder vermutlich auch nie wieder an. Wahrscheinlich weiß ich gar nicht mehr, wo sie sind.

Irgendwann ging ich dann notgedrungen von analoger Spiegelreflexkamera auf digitale Kompaktkamera über. Die Freude am Fotografieren ging dabei leider ein wenig verloren. Und die Bilder wurden ab dann noch zahlreicher. Schwupps – schon landen sie in einem Ordner, der irgendwann die Speicherkapazität meines Rechners überstrapazieren wird. Dann lagere ich sie irgendwo auf ein externes Medium aus und schaue sie auch nie wieder an. Schade eigentlich.

Für Programme, die das Bilder archivieren vereinfachen sollen, habe ich mich nie sonderlich interessiert. Da ich nicht mit Windows arbeite, ist die Auswahl ohnehin begrenzt. So blieben mir auch diese Vorteile bis heute verwehrt. Ich frage mich gerade, warum diese Hürde, digitale Bilder zu sortieren, so hoch erscheint. Meine spontane Antwort: Ich verbringe so viel Zeit an diesem Rechner hier. Meine Freizeit will ich nicht noch mit Bilderklicken zubringen. Dreimal 24 Bilder in meinen Händen halten, die schlechten wegschmeißen, die guten einkleben, etwas schaffen – ja, das würde ich gerne machen!

Nun könnte jemand auf die Idee kommen, mir vorzuschlagen, ich solle meine Bilder einfach beim nächsten Drogeriemarkt ausdrucken lassen. Dann hätte ich denselben Effekt. Und was hindert mich daran? Vermutlich das Wissen, dass ich ja vorher schon schauen kann, welche Bilder schlecht und welche es geldmäßig wert sind ausgedruckt zu werden. Was wiederum voraussetzt, dass ich mir die Motive entweder am Rechner oder an der Kamera vorher anschauen muss. Womit wir wieder beim Thema Bilderklicken wären ...

Ich merke gerade, wie so oft: Das Schreiben ist ein Bewusstwerdungsprozess! Ich sollte einmal über eine gescheite Lösung nachdenken, mit der ich leben kann. Habt ihr Vorschläge?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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