20.08.2011

Immer diese Nomaden!


Gestern stand ich vor meinem mit Bedacht sortierten Bücherregal, vor der Abteilung mit den Nachschlagewerken. Ich war auf der Suche nach einem schönen Zitat. Als ich den Zitatenschatz herausnehme, fällt die linke Seite dieses halben Regal-Meters um.

Also schnappe ich mir die Bücher und die Buchstütze und will alles wieder aufstellen. Dabei fällt mir etwas in die Hände: Ein kleines Briefchen mit Schutzfolien für den „Bildschirm“ des Smartphones. „Nanu“, dachte ich, „euch habe ich hier nicht erwartet!“ Und ich stelle die Überzüge wieder genau an die Stelle, an der sie vorher schon standen – direkt neben die Buchstütze.

Was ich mir davon wohl erhoffe? Dass ich sie leichter finde, wenn sie gleich am Anfang der Abteilung „Nachschlagewerke“ stehen? Ich stelle mir das eher so vor: Meine jetzige Schutzfolie tut’s nicht mehr. Ich will sie austauschen. Mir fällt ein, dass ich vor 10 Monaten einen Dreierpack gekauft habe. Aber mir fällt beim besten Willen nicht mehr ein, wo ich die restlichen Folien deponiert habe. Ich suche an den Stellen, wo sie sein könnten. Ich werde mit Sicherheit NICHT ins Bücherregal schauen. Denn was sollten sie dort zu suchen haben???

Nichts.

Das ist ein typisches Nomaden-Beispiel: Ein Ding, das nicht an seinem Platz ist, weil es dafür keinen definierten gibt. Ich habe in meinem Haushalt keinen Ort, an dem Handy- oder Smartphone-Zubehör lagert. Na ja, das stimmt nicht ganz: Ich besitze eine Gerümpel-Schublade (ja, so was ist ausdrücklich erlaubt!), in der viele heimatlose Dinge ein Zuhause finden. Und dort liegen die Verpackung des Smartphones sowie zwei Handy-Ladekabel – zusammen mit Kinder-Sonnenbrillen, besonderen Spielzeugen, dem Umhängegurt für die Kamera, Batterien und vielem mehr. Aus irgendeinem Grund habe ich die Schutzfolien dort nicht hineingelegt – vielleicht deshalb, weil die Schublade mittlerweile randvoll ist mit Nomaden.

Das alles ist mir bewusst. Und doch habe ich keine Lösung. Oder ich will sie nicht finden. Die Schutzfolien bleiben bis auf Weiteres im Regal. Vielleicht bringt die Zukunft mir mal eine kleine Kiste, in der ich Mobilfunk-Zubehör lagere ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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