29.06.2012

Immer diese Wartezeiten! Echt ärgerlich!


Gestern bat mich Ellen um einen Gefallen. Eigentlich hatte ich keine Zeit, aber ich wollte sie auch nicht hängenlassen und willigte ein. Erst neulich las ich, dass „Geben und Nehmen“ eine Freundschaft am Leben erhält. Und nun konnte ich ihr etwas zurückgeben. Bei ihr hatte sich schon zum X. Male ein Handwerker angekündigt, der aber bisher noch nie aufgetaucht war. Nun war es wieder so weit: Er hatte einen Termin genannt, und ich sollte ihm die Tür aufmachen und nach dem Rechten schauen. Ellen selbst konnte nicht.

Ich wusste, dass ich mich unbedingt um meinen nächsten Blog-Eintrag zu kümmern hatte. Deshalb überlegte ich mir vorher, ob ich das mit der Wartezeit irgendwie verknüpfen konnte. Denn zwischen „die Kleine im Kindergarten abgeben“ und „dem Handwerker aufmachen“ lagen 20 Minuten, die zu kurz für andere Dinge waren. Für den geplanten Blog hätte ich recherchieren wollen, doch einen Laptop mitzunehmen erschien mir unverhältnismäßig, das Smartphone zu umständlich. Also fuhr ich ohne Beschäftigungsmaterial vor Ellens Haustür.

Der Handwerker war nach 45 Minuten Wartezeit immer noch nicht da! Ich dachte: „Menschen, die einen warten lassen, gehen verantwortungslos mit der Zeit von anderen um.“ So zu denken, verhilft einem natürlich schnell dazu, mit beiden Beinen in die Opferrolle zu tappen. „Auch nicht erstrebenswert", schwirrte mir durch den Kopf. "Also, was hilft?“, fragte ich mich. „Ich muss selbst die Verantwortung für meine Zeit übernehmen“, lautete die Antwort. So kam ich dann darauf, dass ich mir eigentlich mein neuestes Buch hätte mitnehmen können. Das, was mich zur nächsten Blog-Serie anregen soll. Schon wieder war mir ein simplify-Grundsatz durch die Lappen gegangen! Es gab eine Zeit, da hatte ich stets ein Buch im Gepäck, wenn ich unterwegs war.  Doch immerhin: So habe ich ganz einfach ohne Recherche ein geeignetes Thema für „Ganz einfach Dunja“ gefunden!

Und als ich am Nachmittag meinem Hausarzt einen Besuch abstattete, hatte ich schon wieder kein Buch dabei! Unglaublich! Dafür konnte ich mich mit einer Frauenzeitschrift schon mal auf das Thema Liebe einstimmen. Ich dachte bei mir: "Ich muss ja auch nicht jede 5 Minuten meiner Zeit mit etwas Sinnvollem ausfüllen." Obwohl ..., nichts anderes hatte ich getan mit meiner Wartezeit des Tages, wenn ich es recht überlege: mein Leben - ein Blog (oder so ähnlich) ...


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Maryloop am 27.09.2012
Ich hab schon früher für Fahrzeiten oder Wartezimmer meistens etwas dabeigehabt, um mich zu beschà ...
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tony-k am 02.07.2012
Seitdem ich mein Smartphone hab, verbringe ich Wartezeiten immer damit, Nachrichten zu lesen oder ...
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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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