24.11.2011

"Ist das auch was für Männer?" - Tipi-Woche 6


Meine Mitmenschen müssen im Moment damit leben, dass ich Ihnen etwas über Tipi erzähle. Manchmal komme ich aus Zeitgründen nur dazu zu sagen: „Ich mache gerade eine Tipi-Ausbildung.“ „Aha, und wenn wir mal Zeit haben, erklärst du mir, was es mit dem Indianerzelt auf sich hat“, habe ich schon als Antwort gehört. Ich lasse das dann so stehen und freue mich, das Geheimnis um Tipi irgendwann lüften zu können.

So wie vergangene Woche, als ich mit einem befreundete Kollegen telefonierte. Ich fasste für ihn kurz zusammen, dass ich mit Tipi emotionale Schwierigkeiten wie Ängste, Depressionen und Panikattacken auflösen kann. „Mhm, klingt interessant. Aber ist das auch was für Männer?“, wollte er wissen. „Klar doch!“, plapperte ich los, „Du musst ja kaum etwas Persönliches erzählen bei Tipi, du wühlst nicht in der Vergangenheit, du analysierst nicht.“ Damit dachte ich, die Männertauglichkeit bewiesen zu haben. Weit gefehlt!

„Mhm, hört sich schon gut an“, sagte er. „Aber ich meinte etwas anderes: Wir Männer haben keine emotionalen Schwierigkeiten – und die brauche ich ja offensichtlich, um Tipi machen zu können!“ Ähm, also, ja ... ich war für einen Moment sprachlos. „Das ist natürlich ein Problem“, gackerte ich ins Telefon. „Männer haben keine emotionalen Schwierigkeiten ...“ Mir blieb nichts anderes übrig, als knallhart zu sagen: „Wenn du kein Problem bei dir siehst, kannst du auch nicht Tipi machen.“ So einfach ist das!

Darauf folgend stieg ich wieder um auf die weichere Schiene. „Du kannst ja erst einmal mit einer kleinen Situation anfangen, in der du dich unwohl gefühlt hast. Das müssen ja keine großen Sachen sein!“ Das kam an. Selbst Männer müssen „kleine Schwierigkeiten“ haben, meine ich ...

Hier noch ein paar männertaugliche Aussagen zu Tipi:

  • Tipi ist keine Therapie, sondern eine (pädagogische) Technik, um eine natürliche Ressource in Gang zu bringen
  • Tipi funktioniert bei Menschen jeden Geschlechts, ab 9 Jahren bis unbegrenzt nach oben; einzige Voraussetzungen: Die Person muss geistig in der Lage sein, die einzelnen Schritte mitzugehen, und sie muss es freiwillig tun, also bereit dazu sein.
  • Mit Tipi passieren keine halben Sachen. Entweder eine emotionale Schwierigkeit ist danach dauerhaft weg oder es hat nicht funktioniert und sie ist noch da.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen: Auch Männer fühlen sich erleichtert und befreit, wenn eine Tipi-Sitzung erfolgreich war!

Nächstes Thema: Tipi und die Angst vor dem Zahnarzt (Woche 7)


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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