19.05.2016

Ja, wo ist denn der Gerümpel-Geist?


So! Nun ist es vollbracht! Am Dienstag habe ich alle meine Klamotten auf einen Haufen geworfen und aussortiert! Getreu nach Marie Kondo und ihrer Magic-Cleaning-Methode begleitete mich dabei die Frage: „Macht mich das glücklich?“ Die Bilanz: 4 große Mülltüten voller Klamotten, auf die es ein Nein gab, und die Frage: Was ziehe ich in Zukunft an?

Das war die kurze Zusammenfassung unseres Dienstagnachmittags. Denn es gab zwei große Haufen: einen für meine Tochter, einen für mich. Die Sache war anstrengend, will ich vorweg betonen. Erst einmal mussten wir alles sortieren und auf dem Bett verteilen. Jede bekam eine Hälfte zugesprochen. Dann ging es ans Fragen. Die meisten Kleidungsstücke bekamen von mir ein klares Ja oder Nein.

Die Zweifelhaften waren interessant. Klamotten, die mich nicht glücklich machen, die ich ungerne anziehe und in denen ich mich nicht wirklich wohlfühle. Sie erfüllen aber ihren Zweck und sind zum Teil hochwertig und teuer gewesen. Ein Polo-Shirt dieser Art legte ich hin und her und wieder zurück, bis ich es schlussendlich doch in die Sozialkaufhaus-Tüte steckte. Die Idee, dass dort bald jemand ein Shirt mit außerordentlich guter Qualität für wenig Geld kaufen kann, gefiel mir gut.

Was meine Tochter betrifft, so mischte ich mich immer mal wieder in ihre Auswahl ein. „Was? Das schöne Shirt gefällt dir nicht? Das ist doch so besonders!“ Dann ruderte ich schnell wieder zurück. Was für mich gilt, sollte auch für sie gelten dürfen. Lediglich bei einer gefütterten Winterhose legte ich mein Veto ein. „Die heben wir mal auf bis zum nächsten Winter!“

Viel anders als mein bisheriges Kleiderschrank-Ausmisten verlief die Aktion nicht. Vielleicht ein wenig radikaler durch die Fragestellung, ob mich ein Kleidungsstück glücklich macht. Nachdem ich nun bei den Klamotten und Büchern für Kahlschlag gesorgt habe, muss ich feststellen: Das sind beides nicht meine Problemzonen! Sie werden regelmäßig von mir entrümpelt und ausgemistet.

Ich glaube, der große Gerümpel-Geist lauert in der Kleinkram-Zone, unter all diesen Sachen, die kein richtiges Zuhause (wie einen Kleiderschrank oder ein Bücherregal) haben! Mal sehen, vielleicht überspringe ich die Kondo’sche Kategorie „Papierkram“, die als nächstes dran wäre, und gehe gleich zum Kleinkram über. Denn beim Papierkram habe ich einen sehr geringen Leidensdruck. Den habe ich ganz gut im Griff.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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