13.11.2013

Kamera Dilemma


Seit Wochen schon schwebt es über mir: Ich brauche eine Videokamera, um ein Seminar aufzuzeichnen. „Irgendjemand hat bestimmt eine Kamera“, stellte mir meine Supervisorin in Aussicht. Doch leider gestaltet sich die Praxis anders als die Theorie. Kaum jemand hat mehr einen Camcorder! Wozu auch? Kurze Filmchen lassen sich mit der kleinen Kompaktkamera oder dem Smartphone drehen. Selbst ein Tablet-PC erlaubt das Filmen – auch wenn es etwas lustig aussieht ...

Ich brauche ein Gerät, das mehrere Stunden aufnehmen kann und baute daher auf einen Camcorder. Eine Freundin erinnerte sich, so ein Gerät zu besitzen. Nach Rücksprache mit ihrem Mann bekam ich zur Antwort: „Akku kaputt!“ Eine weitere Freundin pries ihre Videokamera an, nannte mir bereits alle technischen Details. Gemeinsam mit ihrem Mann probierte sie die Kamera aus und stellte fest: Mit dem Mac funktioniert die Datenübertragung nicht, der PC hat ein neues Betriebssystem, für das es keinen Kamera-Treiber mehr gibt, und auch die Kabelverbindungen sehen anders aus als man es heute erwartet. „Das Teil ist acht Jahre alt. Urgroßväterlich für ein technisches Gerät!“ Das erscheint mir alles nicht besonders zuverlässig.

Meine Telefonkreise werden immer größer. Doch die Leute passen: Keine Kamera im Haus! Eine technikaffine Kollegin empfahl mir das Smartphone. Mit einem speziellen Ständer ließe sich damit alles aufnehmen. Zwischendurch müsste ich die Dateien auf einem anderen Datenträger abspeichern. Herrje! Ich fühlte mich, als müsste ich erst ein Studium absolvieren, um dieser Anforderung nach einem Video nachkommen zu können!

Also knöpfte ich mir meine beiden in Frage kommenden Geräte vor, iPhone und Kompaktkamera, und recherchierte im Netz. Meine Entscheidung fiel auf meine Kamera, die laut Internet gute Bewegtbilder liefern soll. Bleibt nur offen, wie viele Stunden ich mit einem Akku filmen kann und welche Speicherkarte ich benötige. Ich dachte: „Probiere es doch einfach aus! Filme dich beim Arbeiten!“ Das war eine gute Idee. Doch leider, leider ist mir aus unerfindlichen Gründen das Ladekabel für den Akku abhanden gekommen ...! Es ist zum Verzweifeln! Es lag die ganze Zeit stets brav in seiner Schublade und wanderte nach Benutzung auch wieder dorthin zurück. Nur jetzt, wo ich es so dringend brauche, ist es weg.

Auf neue Optionen habe ich gerade keine Lust. Ich schiebe auf. Oder ziehe den Heiligen Antonius hinzu. Früher, als ich klein war, hat das immer geholfen ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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